Abo
  • IT-Karriere:

Urteil: Amazon darf Kunden nicht von gekauften Filmen aussperren

Amazon darf Kunden wegen zu vieler Rücksendungen nicht mehr beliefern. Der Zugang für bereits gekaufte digitale Gütern kann aber nicht blockiert werden.

Artikel von veröffentlicht am
Amazon-Einkauf
Amazon-Einkauf (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Amazon darf Kunden nicht den Zugang auf erworbene digitale Güter in der Cloud verweigern. Das ergab ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln (AZ: OLG Köln 6 U 90/15), das die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am 26. Februar 2016 bekannt machte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Amazon hat die Entscheidung auf Anfrage von Golem.de nicht kommentiert, weil es sich um ein noch laufendes Verfahren handele.

Stellenmarkt
  1. KARL MAYER Holding GmbH & Co. KG, Obertshausen
  2. Wirecard Acceptance Technologies GmbH, Aschheim bei München

Das Gericht hat eine Klausel in den Nutzungsbedingungen der Amazon Europe Core für unwirksam erklärt, die es gestattete, Kunden "Services auf der Website vorzuenthalten, Mitgliedskonten zu schließen oder Inhalte zu entfernen oder zu verändern" falls sie "gegen anwendbare Gesetze, diese Nutzungsbedingungen oder andere anwendbare Vertragsbedingungen oder Richtlinien verstoßen".

Kundenbeschwerden wegen Kontenschließung nach Retouren

In den vergangenen Jahren hätten sich viele Amazon-Kunden bei der Verbraucherzentrale beschwert, denen die Schließung ihres Kundenkontos wegen zu vieler Rücksendungen angedroht oder der Zugang zum Konto verwehrt wurde. Amazon erklärte dazu: "Maßnahmen wie eine Kontoschließung nehmen wir nur in Ausnahmefällen nach eingehender umfassender Prüfung vor, wenn eindeutig feststeht, dass bei dem betroffenen Konto kein Einkaufs- und Retourenverhalten eines Verbrauchers vorliegt".

Diese Nutzungsbedingungen erlauben es Amazon, Kunden auch den Zugang zu bereits erworbenen digitalen Waren wie zu Filmen, Musik, Hörbüchern oder eBooks über ihr Konto zu verwehren. "Jeder Händler kann zwar ohne Angabe von Gründen entscheiden, mit wem er Geschäfte macht. Dies darf aber nicht dazu führen, dass Verbraucher in ihren Rechten eingeschränkt werden."

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Betroffenen, denen der Zugriff auf ihre digitalen Inhalte verwehrt wird, bei Amazon auf den Zugang zu bestehen. Sie unterstützt die Durchsetzung von Kundenansprüchen mit einem Musterbrief, der online bei den Verbraucherschützern abrufbar ist.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 529,00€
  2. 349,00€
  3. 279€ (Bestpreis!)
  4. 107€ (Bestpreis!)

Speedy23 29. Feb 2016

Amazon behält bei Kontoschließung außerdem das komplette Guthaben auf dem...

sebbje 28. Feb 2016

Bei Steam kann der Account ja aus vielen Gründen gesperrt werden, z.B. beim Kauf von...

Tigtor 27. Feb 2016

Ich kann mich noch an einen Artikel der CT erinnern, einem Erfahrungsbericht von...

robinx999 27. Feb 2016

Rückerstattung des Kaufpreises könnte sehr teuer werden. Wobei der Fall erinnert mich an...

Shred 27. Feb 2016

Genau das ist der Grund, warum ich grundsätzlich keine DRM-geschützten Artikel kaufe. Man...


Folgen Sie uns
       


Teamfight Tactics - Trailer (Gameplay)

Die Helden kämpfen automatisch, trotzdem sind Dota Unerlords und League of Legends: TeamfightTactics richtig spannende Games - die Golem.de im Video ausprobiert hat.

Teamfight Tactics - Trailer (Gameplay) Video aufrufen
CO2-Emissionen und Lithium: Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?
CO2-Emissionen und Lithium
Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?

In den vergangenen Monaten ist die Kritik an batteriebetriebenen Elektroautos stärker geworden. Golem.de hat sich die Argumente der vielen Kritiker zur CO2-Bilanz und zum Rohstoff-Abbau einmal genauer angeschaut.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Reichweitenangst Mit dem E-Auto von China nach Deutschland
  2. Ari 458 Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
  3. Nobe 100 Dreirädriges Retro-Elektroauto parkt senkrecht an der Wand

Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.

  1. Satellitennavigation Galileo ist wieder online

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /