Urlaub: Airbnb besorgt sich 1 Milliarde US-Dollar zusätzlich

Mit dem Geld will Airbnb als Vermittler von Ferienwohnungen die Coronavirus-Krise durchstehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Viele Reisen können derzeit aufgrund der Coronakrise nicht stattfinden.
Viele Reisen können derzeit aufgrund der Coronakrise nicht stattfinden. (Bild: Chris Hyde/Getty Images)

Der Ferienwohnungsvermittler Airbnb hat sich in der Coronakrise zusätzliches Geld organisiert. Es handele sich um eine strategische Investition der beiden Beteiligungsgesellschaften Silver Lake und Sixth Street Partners, die gemeinsam eine Milliarde US-Dollar zur Verfügung stellten, teilte Airbnb mit. Die Geldmittel werden über Aktien und Schuldtitel realisiert.

Stellenmarkt
  1. Projektmanager (m/w/d) - Innovationen und Digitalisierung
    ABG FRANKFURT HOLDING GmbH Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
  2. Data Scientist (m/f/d)
    Lidl Digital, Berlin, Neckarsulm
Detailsuche

Die Coronakrise trifft die Plattform hart, denn Reisen jeglicher Art finden derzeit kaum noch statt. Damit können viele Kunden, die eine Unterkunft über Airbnb gebucht haben, diese nicht mehr erreichen und müssen womöglich bereits geleistete Mietzahlungen zurückerhalten. Das kostet Airbnb viel Geld. Denn der Vermittler nimmt bei Buchungen eine Gebühr, die meist zwischen 14 und 20 Prozent des Preises der Unterkunft liegt. Derzeit verspricht Airbnb eine kostenfreie Stornierung für Reisen bis zum 31. Mai 2020, wenn das Quartier vor dem 15. März 2020 gebucht wurde.

Wie Daten vom März 2020 zeigen, musste Airbnb zwischen Mitte Februar und Mitte März einen Einbruch des Umsatzes um mehr als die Hälfte verkraften. In Deutschland lag der Airbnb-Umsatz in der Woche ab 16. Februar bei 31 Millionen Euro, in der ab 15. März nur noch bei 16 Millionen Euro. In Frankreich, dem wichtigsten Markt des Vermittlers in Europa, ging der Umsatz von 120 auf 65 Millionen Euro zurück. In Italien nahm der Umsatz von 58 auf 31 Millionen, in Spanien von 59 auf 33 Millionen Euro ab.

Vermieter erhielten 250 Millionen US-Dollar von Airbnb

Airbnb zahlte nach eigener Aussage bereits 250 Millionen US-Dollar an Vermieter aus, die durch Stornierungen aufgrund der Coronavirus-Krise kein Geld mehr einnehmen konnten. Damit sollen Ausfälle der Vermieter umgangen werden. Mit dem neuen Geld will sich Airbnb stärken, um nach der Coronakrise wieder aktiv sein zu können. Ein Sprecher des Unternehmens sagte kürzlich, das Unternehmen habe vor der Sammlung des zusätzlichen Geldes über eine "Liquidität in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar" verfügt.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.08.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die zusätzlichen Mittel sollen auch Feriengäste beruhigen, die sich sorgen, was mit bezahlten Unterkünften passiere, die für den Sommerurlaub gebucht und bezahlt wurden und nicht kostenfrei storniert werden können. Diese Airbnb-Nutzer müssen sich derzeit gedulden, wie die Situation mit Blick auf die Coronapandemie im Sommer sein wird.

Börsengang von Airbnb ist ungewiss

Airbnb ist mit einer Investorenbewertung von rund 35 Milliarden US-Dollar eines der wertvollsten Startups der Welt und plant in diesem Jahr eigentlich seinen Börsengang. Angesichts der Coronakrise gibt es aber Zweifel an der Umsetzung des Plans. Das Unternehmen erwirtschaftete bereits Ende 2019 höhere Verluste als erwartet. Das operative Minus habe im vierten Quartal bei 276,4 Millionen US-Dollar gelegen und sich damit im Jahresvergleich beinahe verdoppelt, berichtete Bloomberg im März 2020.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


AllDayPiano 07. Apr 2020

Ach die Elite bei Airbnb fährt auch weiterhin ihre Lambos. Die Belegschaft triffts dann...

jude 07. Apr 2020

... Airbnb macht die Bank und den Versicherer und erhält eine Provision.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn  
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  2. Cerebras WSE-2: München verbaut riesigen KI-Chip
    Cerebras WSE-2
    München verbaut riesigen KI-Chip

    Als erster Standort in Europa hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ein CS-2-System mit Cerebras' WSE-2 gekauft, welches effizient und schnell ist.

  3. WD Red: 7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte
    WD Red
    7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte

    Weil Western Digital einige NAS-Festplatten ohne Hinweis mit SMR-Technik verkauft hatte, muss der Hersteller dafür geradestehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Days of Play: (u. a. PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€, PS5-Headset Sony Pulse 3D günstig wie nie: 79,99€) • Viewsonic Gaming-Monitore günstiger • Mindstar (u. a. MSI RTX 3090 24GB 1.599€) • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ [Werbung]
    •  /