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Urheberschutz: Musikindustrie will in Schulen mehr kassieren

Einen besseren Urheberschutz in Musikschulen und Kirchen will der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) durchsetzen. Dafür soll Druck auf die Regierung ausgeübt werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Johann Sebastian Bachs Musik gehört zum Allgemeingut, Noten für aktuelle Stücke aber nicht.
Johann Sebastian Bachs Musik gehört zum Allgemeingut, Noten für aktuelle Stücke aber nicht. (Bild: Public Domain)

Der bessere Schutz von Urheberrechten von Major Labels, Komponisten und Liedertextern ist ein Hauptthema bei der am 24. Juni 2014 in Osnabrück beginnenden Jahrestagung des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV). Nach Aussage des DMV wird in vielen Musikschulen und Kirchengemeinden illegal kopiert, was hohe Verluste für die Künstler verursache.

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Für die Stärkung der Urheberrechte machen die Musikverleger Druck auf die Bundesregierung. Das Thema nimmt einen großen Raum im Koalitionsvertrag ein. Der Verband zählt rund 400 Verlage, darunter Konzerne wie Sony/ATV Music Publishing, Universal Music Publishing oder BMG Rights Management.

Die große Koalition setzt sich aber auch für freie Bildungsinhalte ein. Im Koalitionsvertrag kündigte sie an, dass Schulbücher und Lehrmaterial "soweit möglich frei zugänglich sein" sollten und "die Verwendung freier Lizenzen und Formate ausgebaut" werden solle. Gemeinsam mit den Ländern wolle sie die "digitale Lehrmittelfreiheit" stärken.

"Wir hoffen, dass wir Unterstützung bekommen", sagte die Präsidentin des DMV, Dagmar Sikorski, am Rande der Jahrestagung in Osnabrück. Ein großes Problem seien Streaming-Plattformen wie etwa Youtube, die sich beharrlich weigerten, Gema-Gebühren zu entrichten. Es gebe zwar auch Plattformen wie Spotify, mit dem es eine Lizenzvereinbarung gebe. Generell seien aber die Erlöse für die Künstler nicht ausreichend. "Wenn Sie für 500.000 Klicks 10 Euro bekommen, wie viele müssen Sie haben, um zu überleben?", fragte Sikorski. Die große Koalition müsse ihr Versprechen wahr machen und einen besseren Urheberschutz für Autoren rechtlich flankieren, forderte sie.

Der Umsatz der Musikbranche liege in Deutschland bei über einer Milliarde Euro.



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Atalanttore 28. Jun 2014

Sollte man alle auflösen. Nur so kann das heilige Urheberrecht vor den Raubmordkopierern...

matt33 25. Jun 2014

"Johann Sebastian Bachs Musik gehört zum Allgemeingut, Noten für aktuelle Stücke aber...

Gizeh 25. Jun 2014

Ja, schwarze Schafe gibts in jedem Genre, die einen Schrott nach dem anderen raushauen...

Sarowie 25. Jun 2014

"keine Forderung" ist etwas viel verlangt, aber eine Pauschale vom Staat an die...

TC 25. Jun 2014

und das nur für 2D


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