Urheberrechtsverletzungen: Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index

Google erweitert seinen Transparenzbericht und zeigt ab sofort auch, wer wie viele Löschanträge wegen Urheberrechtsverletzungen bei Google stellt. Ganz oben auf der Liste steht Microsoft.

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Zahl der Löschanträge nimmt rapide zu.
Zahl der Löschanträge nimmt rapide zu. (Bild: Google)

Ab sofort zeigt Google nicht nur an, welche Inhalte auf Antrag von Regierungen aus seinen Systemen entfernt wurden, sondern auch, welche Inhalte auf Antrag von Unternehmen wegen Urheberrechtsverletzungen gelöscht wurden. Insgesamt haben im vergangenen Monat 1.087 Organisationen, die 1.296 Rechteinhaber vertreten, die Löschung von 1,25 Millionen URLs auf 24.129 Domains aus Googles Suchindex beantragt.

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Google zeigt unter google.com/transparencyreport/removals/copyright, wer wann wie viele Löschanträge gegen welche URLs gestellt hat. Die meisten Löschanträge stellte demnach Microsoft, allein im vergangenen Monat beantragte das Unternehmen aus Redmond die Löschung von 543.378 URLs. Dahinter folgt der Verband der britischen Musikindustrie mit 162.601 URLs und dann NBC Universal mit 145.934 URLs.

Bei den Ziel-URLs ist das Bild ausgewogener: Vorn sind filestube.com (43.469 URLs im vergangenen Monat), torrentz.eu (23.131 URLs) und 4shared.com (22.259 URLs). In aller Regel gibt es nur Löschanträge für einen sehr kleinen Teil von weniger als 0,1 Prozent der von Google von einer Seite indexierten URLs.

Die von Google veröffentlichten Daten gehen bis Juli 2011 zurück und sollen in Zukunft täglich aktualisiert werden. Allein in dem von Google jetzt veröffentlichten Zeitraum ist ein deutlicher Anstieg der Löschanträge zu verzeichnen. So gehen bei Google heute nicht selten 250.000 Löschanträge pro Woche ein. 2009 waren es im ganzen Jahr zusammen ähnlich viele wie derzeit in einer Woche. Googles Reaktionszeit auf solche Anträge liegt nach eigenen Angaben bei rund 11 Stunden.

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Dabei kommt es auch zu ungerechtfertigten Sperrungen. Google versucht dies nach eigenen Angaben zwar zu verhindern, sollte es aber doch dazu kommen, müssen die betroffenen Webmaster reagieren. Sie erhalten dazu über die Google Webmaster Tools einen entsprechenden Hinweis, um gegen die Sperrung vorzugehen, denn der Mechanismus wird auch missbraucht, um missliebige Inhalte oder Seiten von Konkurrenten aus dem Index löschen zu lassen.

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SoniX 28. Mai 2012

Is schon n weiter weg zwischen 'Google entfernt Suchergebnisse zu illegalen Angebiten...

samy 26. Mai 2012

[ ] Du hast voll die Ahnung was Zensur ist

samy 26. Mai 2012

[ ] Du hast voll die Ahnung was Zensur ist...

__destruct() 25. Mai 2012

Wieso gibt es eigentlich noch Leute, die nicht kapieren, dass es ein Ansporn dazu ist, es...



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