Urheberrechtsverletzungen: Filmstudios wollen Google-Links auf iTunes entfernen lassen

Auf der Jagd nach Urheberrechtsverletzungen in der Google-Suche sind Ermittler auf einen neuen gefährlichen Gegner gestoßen: die eigenen Filmkopien der Studios im Onlinehandel. Google sollte Suchergebnisse zu Filmen bei Amazon und iTunes entfernen.

Artikel veröffentlicht am ,
Urheberrechtsverletzungen: Filmstudios wollen Google-Links auf iTunes entfernen lassen
(Bild: Nicholas Kamm/AFP/Getty Images)

Mehrere große Filmstudios lassen Google auffordern, Links auf vermeintlich illegale Filmangebote zu entfernen. Doch die automatisierten DMCA-Abfragen (Digital Millennium Copyright Act) listen völlig legale Angebote von Amazon, iTunes, Blockbuster, Verizon on demand und Xfinity auf. Das berichteten The Next Web und Torrent Freak. Auch zu Onlinefilmbesprechungen bei Cnet, Wired, Forbes, Huffington Post, BBC, Guardian, Independent, Mirror und Daily Mail sollte Google keine Suchergebnisse mehr anzeigen.

Stellenmarkt
  1. Cloud Administrator*in (w/m/d)
    dedicom Deutsche DirektComputer GmbH, München (Home-Office möglich)
  2. Informatiker / Informatikerin (m/w/d) im Rechenzentrum
    Helmut Schmidt Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, Hamburg
Detailsuche

Auch offizielle Facebook-Filmseiten und sogar Wikipedia-Artikel zu Filmen und Fernsehserien fanden sich auf der Liste des Unternehmens "Yes It Is - No Piracy", das für die Filmstudios Lionsgate, 20th Century Fox, BBC Films, Summit Entertainment, Sony Pictures und Walt Disney Pictures arbeitet.

Laut Torrent Freak könnte es sich bei "Yes It Is - No Piracy" auch um Betrüger handeln, die nicht von der Filmindustrie autorisiert sind. Bislang hat sich die Filmindustrie jedoch nicht von dem Unternehmen distanziert.

Im Oktober 2012 sind für die Google-Suche wegen Urheberrechtsverletzungen Anträge von 1.442 Unternehmen auf Entfernung von 8.255.076 URLs beantragt worden, betroffen waren 32.916 Domains. Das geht aus dem Transparency Report des Internetkonzerns hervor.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Verband der US-Musikindustrie kritisierte im Juni 2012, dass Google nicht genügend Links aus seinem Suchindex löschen würde. Google beschränkt die URLs pro Beschwerde auf 1.000 und begrenzt die tägliche Anzahl pro Absender.

"Google beschränkt künstlich die Zahl der Anfragen, die ein Inhaber des geistigen Eigentums bei Urheberrechtsverletzungen einreichen kann", so Brad Buckles, Executive Vice President der Recording Industry Association of America (RIAA) im Music Notes Blog des Verbands. "Die Anzahl der Abfragen, die sie erlauben, ist winzig, vor allem wenn bedacht wird, dass Google mehr als 3 Milliarden Suchanfragen pro Tag verarbeitet." Doch Google habe sich geweigert, diese Barriere zu beseitigen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.Kessel 06. Dez 2012

Und in letzter Konsequenz werden die Leute dann einfach die Suchmaschine wechseln, und...

Charles Marlow 06. Dez 2012

Gut so! Denn auf die Politik warten wir da wohl vergebens.

Chevarez 05. Dez 2012

Doch, die Macht sehe ich schon. Allerdings müsste man dafür interessiert, konsequent und...

Anonymer Nutzer 05. Dez 2012

Dafür gibt es ja das Impressum samt Haftungsausschluss. Oft wird das Thema stark...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Industrie
BASF plant Bau großer Wärmepumpe

Mit einer Machbarkeitsstudie wollen BASF und die Firma MAN prüfen, ob eine Großwärmepumpe zur Dampferzeugung eingesetzt werden kann.

Industrie: BASF plant Bau großer Wärmepumpe
Artikel
  1. Intel FPGAs: Japanischer Professor klagt wegen Patentverletzung
    Intel FPGAs
    Japanischer Professor klagt wegen Patentverletzung

    Masahiro Iida entwickelte einen effizienteren Aufbau für FPGA-Logikzellen. Intels rekonfigurierbare Chips sollen sein Patent verletzen.

  2. Nvidia Ada: Geforce RTX 4090 soll Performance verdoppeln
    Nvidia Ada
    Geforce RTX 4090 soll Performance verdoppeln

    Über ein Drittel mehr Takt als eine Geforce RTX 3090 Ti: Bei der Ada-Generation soll Nvidia viele Shader bei mehr als 2,5 GHz nutzen.

  3. Ransomware: Universität erzielt durch Lösegeldrückzahlung Gewinn
    Ransomware
    Universität erzielt durch Lösegeldrückzahlung Gewinn

    Die Universität Maastricht wurde nach einem Ransomware-Angriff erpresst und zahlte. Krypto-Kursschwankungen führten nun zu einem finanziellen Gewinn.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 959€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 399€) • Galaxy Watch3 45 mm 119€ [Werbung]
    •  /