Urheberrechtsverletzungen: Dropbox sperrt Boxopus den Zugang

Dateien aus Bittorrent direkt in die eigene Dropbox zu speichern, ist nicht mehr möglich, seit der Cloud-Speicherdienst dem Startup Boxopus den Zugang zu seinem Dienst gesperrt hat. Im firmeneigenen Blog(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte Boxopus Auszüge aus einer E-Mail, die von Dropbox stammen soll.
Dropbox macht darin unmissverständlich klar, dass es mit den Möglichkeiten, die der Bitorrent-Dienst anbietet, in keiner Weise einverstanden ist: "Es ist uns nicht entgangen, dass Boxopus Funktionen anbietet, die als Aufforderung an die Benutzer verstanden werden können, durch die Benutzung von Dropbox Urheberrechte zu verletzen."
Künftig muss sich Boxopus einen neuen Partner suchen
Das Geschäftsmodell von Boxopus ist damit nicht am Ende: Man wolle mit anderen Cloud-Speicherdiensten Verhandlungen aufnehmen, um einen Ersatz für Dropbox zu finden. Mit welchen Anbietern man sprechen will, teilte Boxopus nicht mit.
Scheinbare Anonymität beim Torrent-Download
Über die Website Boxopus konnten bis zum Abschalten der Funktion Dateien aus Bittorrent direkt in die Dropbox des Anwenders gespeichert werden. Ein Umweg über den lokalen Rechner erfordert der Dienst nicht. Torrent-Websites können den Download in Boxopus als Option direkt anbieten. Damit ist ein recht hoher Grad von Anonymität beim Datendownload möglich. Boxopus befindet sich in der Betaphase und war kostenlos nutzbar. Eine Einschränkung hinsichtlich Dateitypen oder -größen bestand nicht, obwohl es auf der Website schon Hinweise gab, dass dies zukünftig geändert werden sollte.