Urheberrechtsverletzung: Microsoft fordert von Google Sperrung seiner eigenen Server

Microsoft lässt Aufforderungen an Google verschicken, wegen Urheberrechtsverletzungen mehrere Links aus dem Suchindex zu löschen. Doch die URLs verweisen auf Microsofts eigene Server und dortige Produkte und Inhalte.

Artikel veröffentlicht am ,
Urheberrechtsverletzung: Microsoft fordert von Google Sperrung seiner eigenen Server
(Bild: Nicholas Kamm/AFP/Getty Images)

Microsoft hat Google in einer automatisierten Sperraufforderung ersucht, wegen Urheberrechtsverletzungen Links auf seinen eigenen Servern zu blockieren. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak, dem der Digital Millennium Copyright Act Takedown Request vorliegt. Die Anforderung wurde von dem selbsternannten Antipiraterie-Unternehmen LeakID im Auftrag von Microsoft versandt.

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Aufgelistet werden sechs Links, die auf Angebote im Microsoft-Onlineshop, Supportangebote und Produktbeschreibungen verweisen. Nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) muss Google Links, die auf Inhalte verweisen, die das Urheberrecht verletzen, aus dem Index seiner Suchmaschine entfernen.

In diesem Jahr bekam Google bereits Sperraufforderungen im Namen der Rechteinhaber zu über 100 Millionen URLs.

Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation hatte 2012 versucht, die automatischen und von Menschen ungeprüften DMCA-Sperranforderungen wegen Fahrlässigkeit unter Strafe zu stellen. Der Vorstoß blieb jedoch erfolglos.

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Vor rund zwei Wochen hatte der US-Fernsehsender HBO gefordert, dass Google eine völlig legale Kopie des Open-Source-Players VLC aus dem Index nimmt. Der Fehler führte laut Torrentfreak dazu, dass die URL weiterhin über die Google-Suche nicht verfügbar ist.

Mehrere große Filmstudios hatten Google im Dezember 2012 ersucht, Links auf vermeintlich illegale Filmangebote zu entfernen. Doch die automatisierten DMCA-Abfragen listeten auch hier völlig legale Angebote von Amazon, iTunes, Blockbuster, Verizon on demand und Xfinity auf. Auch zu Onlinefilmbesprechungen bei Cnet, Wired, Forbes, Huffington Post, BBC, Guardian, Independent, Mirror und Daily Mail sollte Google keine Suchergebnisse mehr anzeigen.

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SoniX 02. Aug 2013

Die Seiten sind inzwischen eh down. Hat aber ~3 Jahre gedauert bis man rausgefunden hat...

derdiedas 31. Jul 2013

Nr. 1 https://duckduckgo.com/ wer hat noch brauchbares?

Egon E. 31. Jul 2013

Ich stemple nicht alles als Quatsch ab und höre mir gerne alle Argumente an. Solche...

GodsBoss 30. Jul 2013

Dass Microsofts Seiten zum Teil selbst betroffen sind, ist doch nur eine lustige Anekdote...



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