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IT-Konzerne für Zeitungsprobleme mitverantwortlich?

5. Die großen IT-Konzerne haben die Probleme der Verlage verursacht

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  1. IAV GmbH, Sindelfingen
  2. Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen

Seit der Erfindung des sogenannten General-Anzeigers im 19. Jahrhundert hatten viele Zeitungen in ihrem Gebiet eine Art Nachrichten- und Anzeigenmonopol. Wer damit als Verleger keine zweistelligen Renditen erzielte, machte irgendetwas ziemlich falsch. Diese Monopole (Stichwort: Einzeitungskreis) wurden in den vergangenen Jahrzehnten bereits von kostenlosen Anzeigenblättern und Stadtmagazinen angegriffen. Das Internet und der demografische Wandel verschlimmerten die Lage noch. Die jungen Leute lesen Nachrichten kostenlos im Netz, die alten Abonnenten sterben weg. Die Folge ist ein rapider Auflagenverlust.

Hinzu kommt: Wer früher eine neue Wohnung suchte oder sein Auto verkaufen wollte, kam um eine gedruckte Anzeige in der Tageszeitung kaum herum. Sei es als Zeitungskäufer, sei es als Inserent. Der Verlust dieser Märkte führt zu weniger Verkäufen und geringeren Anzeigenerlösen. Auch überregionale Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben mit der Abwanderung der Stellenanzeigen ihren Goldesel verloren. Mit gravierenden finanziellen Folgen.

Dabei finden sich solche Rubrikenanzeigen gar nicht einmal bei Google oder Facebook. Die US-Konzerne haben vielmehr einen Markt für ganz neue Anzeigen geschaffen: Beispielsweise für Menschen, die etwas ganz Spezielles suchen, für zum Teil sehr spezifische Zielgruppen, die auf diese Weise nie so gezielt von einer Tageszeitung angesprochen werden könnten.

Und warum verlangen die Verlage kein Geld von Rubrikenangeboten im Internet zurück, beispielsweise von Immonet.de oder Parship? Ach so, die gehören oder gehörten ja schon den Verlagen wie Axel Springer oder Georg von Holtzbrinck.

6. Selbst Google hat das Leistungsschutzrecht akzeptiert und macht keine Kampagne dagegen

Mit diesem Argument ging kürzlich die Europaabgeordnete und Leistungsschutzrecht-Befürworterin Helga Trüpel (Grüne) hausieren. Nach dem Motto: Wenn sogar Google keine großangelegte Kampagne dagegen fährt, wollen die jetzt wirklich bezahlen und alles wird gut. Doch das ist reines Wunschdenken (siehe Punkt 2). Warum sollte Google mit großem Aufwand gegen ein Gesetz lobbyieren, mit dem es in Deutschland gute Erfahrungen gemacht hat und als einziges wirklich profitiert hat?

Auch in anderen europäischen Staaten würde das Unternehmen versuchen, von den Medien einen Gratislizenz zu bekommen. Und diese vermutlich auch erhalten, wenn es rechtlich erlaubt wäre. Kleinere Suchmaschinenanbieter oder soziale Netzwerke würden hingegen in die Röhre schauen. Ohne es zu merken, bestätigt Trüpel damit nur, wovor die Gegner des Leistungsschutzrechts, darunter ihre Parteikollegen im Deutschen Bundestag, regelmäßig warnen.

 Beklaut Google wirklich die Verlage?Ist die Verlinkung wie bisher noch möglich? 
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rldml 26. Jun 2018

Das ist bei dezentralen Netzen eher selten der Fall - wichtig wäre eine Nutzungslizenz...

rldml 26. Jun 2018

Das eigentlich Lustige ist ja, dass ich inzwischen oft auf den Kontext der Nachricht...

Aki-San 22. Jun 2018

Anscheinend hat der OP überhaupt nicht richtig gelesen. In Kurzform: Altlasten wollen...

Aki-San 22. Jun 2018

Qualitativ hochwertiges Material muss natürlich geschützt werden, vorallem wenn der...

ClausWARE 21. Jun 2018

Aber wohl auch nur, weil sie zur Zeit zu unwichtig sind. Sobald eine weitere Partei...


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