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Freie Nutzung, schnelle Abrechnung

Deswegen unterscheidet sich die Art, wie die C3S Rechte von Musikschaffenden vertreten will, in einigen Punkten deutlich von jener der Gema. Ein großer Unterschied ist, dass die Künstler ihre Werke dort auch gratis zur Verfügung stellen können, unter der CC-Lizenz, die die meisten Internetnutzer zum Beispiel von Wikipedia kennen.

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Ein weiterer Unterschied ist die automatische Erfassung der bei der C3S registrierten Werke. Eine selbst entwickelte Software soll das leisten. Sie nutzt das von Songerkennungsdiensten wie Shazam bekannte Konzept des Audio-Fingerprintings. Das Programm analysiert das Lied, greift sich dessen Charakteristika und erstellt daraus einen Code, der einen Song eindeutig identifizieren kann. Mit der Software werden die Tracks in Echtzeit erfasst und idealerweise schnell abgerechnet.

Noch 2.500 Mitglieder gesucht

Wie schnell abgerechnet wird, und wer wie viel bekommen soll, ist aber noch offen. Wie bei der Gema wird es verschiedene Tarife geben. Unterschieden wird nach Art der Nutzung, etwa ob ein Lied bei einem Live-Konzert gespielt wird, von einem DJ oder als Hintergrundmusik in einer Kneipe. An der Formel, aus der sich die Tarife nachvollziehbar ableiten lassen sollen, wird derzeit noch gearbeitet. Sie soll in der Software hinterlegt werden. Ein Tarif-Algorithmus wird dann die Lizenzforderungen berechnen. Dazu greift er auf eine Datenbank zurück, in der alle zur Berechnung wichtigen Informationen zu den einzelnen Nutzungsformen hinterlegt sind.

Weil die Kosten mit den Mitgliedsbeiträgen allein nicht zu decken sind, soll auch eine Verwaltungsgebühr erhoben werden. "Unser derzeitiges Konzept sieht aber sowohl Freibeträge vor, um Urheber mit kleinen Einnahmen zu entlasten, als auch einen progressiven Verwaltungsabzug, ähnlich dem Steuersystem", sagt Meik Michalke, einer der Gründer und geschäftsführenden Direktoren der C3S.

Den Mitgliedsbeitrag hat die C3S vorerst auf 50 Euro pro Jahr festgelegt. Momentan hat sie rund 1.000 Mitglieder, etwa die Hälfte sind sogenannte nutzende Mitglieder. Es gibt also momentan rund 500 Musikschaffende, die ihre Werke bei der C3S registrieren lassen würden. Das würde für eine Zulassung durch das DPMA wohl nicht reichen. Zwar verlangt das Patentamt keine bestimmte Zahl an Mitgliedern, sehr wohl aber eine solide Geschäftsgrundlage. Die C3S hat selbst errechnet, wie viele Mitglieder sie bräuchte: 3.000. Genauer gesagt: 3.000 Künstler mit einem "verwertbaren Repertoire", die also mit ihrer Musik Geld verdienen.

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 Urheberrechte: Gema-Alternative C3S will 2016 startenWird die C3S überhaupt etwas auszuschütten haben? 
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Icestorm 23. Sep 2015

Die GEMA-Vermutung wird wohl kaum fallen. Man wird trotzdem an die GEMA zahlen müssen (es...

robinx999 23. Sep 2015

Wie sieht denn der Nachweis aus eine Eidesstattliche Versicherung?

Bitschnipser 22. Sep 2015

Interessanterweise hat die C3S vom DPMA jede Menge Wohlwollen und Rückenwind bekommen...

Wechselgänger 22. Sep 2015

Diese Beweislastumkehr gilt aber nur, solange die GEMA die einzige Interessenvertretung...

wasabi 22. Sep 2015

Schon heute ist es so, dass es keine "GEMA-Abgabe" gibt. Stattdessen macht das die ZPÜ...


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