Urheberrecht: Youtuber sollen bei Snippets kein Geld mehr verlieren

Die Probleme rund um die Übernahme von urheberrechtlich geschütztem Material durch Dritte auf Youtube sind ein immer wiederkehrendes Streitthema. Die Videoplattform hat nun eine Neuerung im Umgang mit dem Thema angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , die dafür sorgen soll, dass Youtuber durch eine versehentliche oder legitime Übernahme nicht mehr um ihre Einnahmen gebracht werden.
In der Vergangenheit habe Youtube sehr viele Beschwerden seiner Nutzer darüber erhalten, dass die Möglichkeit, manuell Urheberrechtsansprüche anzumelden, durch die Rechteinhaber sehr aggressiv genutzt werde, heißt es in der Ankündigung. Das gelte insbesondere für sehr kurze Teile von Musikstücken. Damit ging bislang auch einher, dass die Einnahmen für das Video von dessen Ersteller auf den Rechteinhaber übergingen, der die Ansprüche gestellt hat.
Youtube hat bereits vor rund einem Monat erklärt, dass die Rechteinhaber bei diesem Vorgang inzwischen Zeitstempel für Videos angeben müssten. Damit solle klar beurteilt werden können, für welchen Teil des Videos überhaupt Ansprüche geltend gemacht werden. Künftig sollen zusätzlich dazu die Einnahmen bei besonders kurzen oder versehentlichen Übernahmen etwa von Musik aber nicht mehr direkt an die Rechteinhaber übergehen, die die Ansprüche geltend machen, sondern eben bei den Youtubern bleiben.
Umgesetzt werden soll diese Änderung ab Mitte September. Sollte es danach Rechteinhaber geben, die sich nicht an die Richtlinien halten, will Youtube diesen außerdem als letztes Zwangsmittel die Möglichkeit entziehen, überhaupt manuell Ansprüche geltend zu machen. Damit soll ein Missbrauch der Funktion verhindert werden. Eine vollständige Übernahme, die im Widerspruch zum Urheberrecht steht, bleibt aber natürlich auch künftig verboten.



