• IT-Karriere:
  • Services:

Urheberrecht: Razzia bei Filesharing-Plattform

Die internationalen Ermittlungen richten sich gegen die mutmaßlichen Betreiber des Sharehosters share-online.biz, über welchen urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet wurden. Nach eigenem Bekunden hat die GVU das Verfahren initiiert.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ein Server (Stockfoto)
Ein Server (Stockfoto) (Bild: frabre/Pixabay)

Ermittler haben bei einer internationalen Razzia gegen die mutmaßlichen Betreiber des Sharehosters share-online.biz Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden durchsucht. Über die Plattform sollen illegale Kopien von Filmen und anderen Inhalten verteilt worden sein. Die Plattform wurde abgeschaltet, die Dienste von share-online.biz sind nicht mehr zu erreichen.

Stellenmarkt
  1. Quentic GmbH, Berlin
  2. ITZ Informationstechnologie GmbH Essen, Essen

Laut der Staatsanwaltschaft Köln wurden bei der Razzia umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Es gehe um "unfassbare Datenmengen", sagte ein Sprecher. Die aufwendige Aktion mit Ermittlern aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland habe am 16. Oktober stattgefunden.

Die Ermittlungen richten sich demnach gegen drei Männer im Alter von 40, 48 und 54 Jahren mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Von dem Trio genutzte Server hätten zudem in den Niederlanden und in Frankreich gestanden. Der 54-jährige sei der Hauptverdächtige und lebe im Raum Aachen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Festnahmen habe es bisher jedoch keine gegeben.

Den Betreibern werde vorgeworfen, durch den Betrieb der Filesharing-Plattform vielfache Beihilfe zur gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke begangen zu haben, so die Ermittler. Das mutmaßlich von den Verdächtigen organisierte Onlineportal ist Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zufolge der größte in Deutschland betriebene sogenannte Filehoster. "Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand mietete der Hauptbeschuldigte für den Betrieb der Plattform spätestens seit dem Jahr 2010 stetig anwachsende Serverkapazitäten - zuletzt im zweistelligen Petabyte-Bereich - bei einem niederländischen Provider an", so die Staatsanwaltschaft Köln.

Über die Plattform seinen urheberrechtlich geschützte Werke zum Download angeboten worden. Zudem habe es Anreize für Nutzer geben, um illegale Kopien hochzuladen. Dabei habe es sich etwa um Kinofilme, Serien, Erotikproduktionen und Musik gehandelt. Durch den Betrieb der Plattform sollen die Tatverdächtigen laut Staatsanwaltschaft von April 2008 bis Oktober 2017 einen Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro gemacht haben.

Nachtrag vom 17. Oktober 2019, 16:30 Uhr

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) gibt in einer Pressemitteilung an, das Verfahren initiiert zu haben. Bereits 2017 hätten Mitarbeiter der GVU einen Strafantrag gegen die Betreiber des größten auf den deutschsprachigen Markt ausgerichteten Filehosting-Dienstes share-online.biz gestellt.

2017 habe ein Dienstleister im Auftrag der GVU mehrere Millionen Löschaufforderungen an die Betreiber von share-online.biz geschickt, diesen sei in der Folge auch nachgekommen worden, schreibt die GVU. Allerdings seien alle Inhalte kurze Zeit nach der vermeintlichen Löschung wieder verfügbar gewesen. Diese "Erkenntnisse und Daten konnte die GVU der federführenden Staatsanwaltschaft direkt zur Verfügung stellen, um den Vorwurf der Beihilfe zur gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzung zu untermauern. Zusätzlich wurden die staatlichen Ermittler durch spezifische Analysen und exakt dokumentierte Test-Downloads proaktiv von GVU-Mitarbeitern unterstützt", schreibt die GVU.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-63%) 11,00€
  2. 19.95€
  3. (-62%) 7,50€
  4. (-80%) 2,99€

MickeyKay 04. Nov 2019 / Themenstart

Danke, da steht genau das drin, was ich sagte - und das Gegenteil von dem, was du...

heikom36 02. Nov 2019 / Themenstart

Was würde das ändern? Und der Profi erkennt ja eigentlich sofort eh um was es sich...

quadronom 01. Nov 2019 / Themenstart

Gab doch auch so ein Spezialprogramm, mit dem du auf gehackte FTP Server zugreifen...

quadronom 01. Nov 2019 / Themenstart

Klingt merkwürdig. Im Netflix von einer französischen Freundin gabs andere Filme als im...

heikom36 22. Okt 2019 / Themenstart

Joa... Pure Schutzbehauptung um die Illegalität zu rechtfertigen. Zum einen behaupte...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
HR-Analytics: Weshalb Mitarbeiter kündigen
HR-Analytics
Weshalb Mitarbeiter kündigen

HR-Analytics soll vorhersagbare und damit wertvollere Informationen liefern als reine Zahlen aus dem Controlling. Diese junge Disziplin im Personalwesen hat großes Potenzial, weil sie Personaler in die Lage versetzt, zu agieren, statt zu reagieren.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  2. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  3. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen

Google Stadia im Test: Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller
Google Stadia im Test
Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller

Tschüss, Downloads, Datenträger und Installationsroutinen: Mit Google Stadia können wir einfach losspielen. Beim Test hat das unter Echtweltbedingungen schon ziemlich gut geklappt - trotz der teils enormen Datenmengen und vielen fehlenden Funktionen.
Von Peter Steinlechner

  1. Google Stadia Assassin's Creed Odyssey bis Samurai Showdown zum Start
  2. Nest Wifi Googles Mesh-Router priorisiert Stadia
  3. Spielestreaming Google stiftet Verwirrung über Start von Stadia

Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Herausforderer
Mi Note 10 im Kamera-Test
Der Herausforderer

Im ersten Hands on hat Xiaomis Fünf-Kamera-Smartphone Mi Note 10 bereits einen guten ersten Eindruck gemacht, jetzt ist der Vergleich mit anderen Smartphones dran. Dabei zeigt sich, dass es einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten unter den besten Smartphone-Kameras gibt.
Von Tobias Költzsch

  1. Mi Note 10 im Hands on Fünf Kameras, die sich lohnen
  2. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  3. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro

    •  /