Urheberrecht: Nvidia wegen Rechtsverletzung beim KI-Training verklagt
Drei Autoren haben wegen der unerlaubten Nutzung ihrer Werke für das KI-Training eine Urheberrechts-Sammelklage gegen Nvidia eingereicht.
Die drei Autoren Brian Keene, Abdi Nazemian und Stewart O'Nan geben an, ihre urheberrechtlich geschützten Werke seien ohne Erlaubnis zum Training von Nvidias KI-Plattform Nemo verwendet worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
In der Klage, die bei einem US-Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, heißt es, die Bücher seien Teil eines Datensatzes von etwa 196.640 Werken gewesen, die zum Training von Nemo für die Simulation normaler Schriftsprache verwendet worden seien. Der Datensatz wurde Berichten zufolge im Oktober 2023 wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen vom Netz genommen.
Die Kläger argumentieren, damit habe Nvidia zugegeben, den Datensatz zum Training von Nemo verwendet und ihre Urheberrechte verletzt zu haben. Sie fordern Schadenersatz in unbestimmter Höhe.
Die Klage reiht sich in eine wachsende Zahl von Rechtsstreitigkeiten rund um generative KI ein, bei denen auch Unternehmen wie OpenAI und Microsoft mit rechtlichen Fragen konfrontiert werden.
Der Aufstieg der generativen KI, die auf Grundlage verschiedener Eingaben neue Inhalte erstellt, löst bei Urhebern und Rechteinhabern Bedenken hinsichtlich der unbefugten Nutzung ihres geistigen Eigentums aus.
In der Debatte über mögliche Urheberrechtsverstöße von KI-Systemen wies das US-Unternehmen OpenAI bereits Vorwürfe zurück. Es wäre "unmöglich, die führenden KI-Modelle von heute zu trainieren, ohne urheberrechtlich geschütztes Material zu verwenden", teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme vom 5. Dezember 2023 an das britische Oberhaus mit. Beim Training der Modelle beachte OpenAI "die Anforderungen aller geltenden Gesetze, einschließlich des Urheberrechts".