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Urheberrecht: Mehrere Firmen unterstützen GPL-Erweiterung für Linux

Einige Unternehmen wie Red Hat, Facebook, Google und IBM haben sich einer Erklärung der Linux-Entwickler angeschlossen, wie diese die GPL im Sinn der Community durchsetzen wollen. Der Initiative folgen nun auch CA, Cisco, HPE, Microsoft, SAP und Suse.

Artikel veröffentlicht am , /Ulrich Bantle/Linux Magazin
Große Unternehmen unterstützen die Community-Ideen zur Durchsetzung der GPL.
Große Unternehmen unterstützen die Community-Ideen zur Durchsetzung der GPL. (Bild: Brian Gratwicke/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Eine von vielen Linux-Kernel-Entwicklern im vergangenen Herbst veröffentlichte Absichtserklärung soll der GPL-Durchsetzung etwas an Schrecken nehmen und die Community-Ziele dieser Durchsetzung besser in die Öffentlichkeit tragen. Unterstützt wird diese Initiative kurz darauf auch von Industrievertretern wie Red Hat, Facebook, Google und IBM. Nun folgen CA Technologies, Cisco, HPE, Microsoft, SAP und Suse der Unternehmensinitiative, wie Red Hat in seinem Blog mitteilt.

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Ziel der Initiative ist es, Lizenzstreitigkeiten zu Open-Source-Lizenzen und vor allem der GPLv2 des Linux-Kernels möglichst rasch beizulegen und für mehr Transparenz bei den freien Lizenzen zu sorgen. Von Lizenzstreitigkeiten Betroffenen werden dafür zusätzliche Rechte eingeräumt, damit es zur einfachen und schnellen Wiederherstellung der Open-Source-Lizenzkonformität kommt.

Die GPL und die LGPL zählen zu den am meisten genutzten Open-Source-Softwarelizenzen. Dass die GPLv3 Distributoren von Code die Möglichkeit anbietet, durch Fehlerkorrektur wieder Lizenzkonformität herzustellen, hat die Initiative auch auf die Vorversionen GPLv2 und LGPLv2 ausgeweitet und im sogenannten GPL-Enforcement-Statement definiert. Jedes der Unternehmen hat ein entsprechendes Statement auf der eigenen Webseite veröffentlicht.

Unternehmen unterstützen Community-Initiative

"Dieser Ansatz ermöglicht die Durchsetzung der Lizenzkonformität in Übereinstimmung mit der Community, in der unkluge Ansätze zur Durchsetzung, einschließlich zur finanziellen Bereicherung, fehl am Platz sind", heißt es in der Ankündigung. Die Initiative verspricht sich von dem Schritt eine bessere Zusammenarbeit mit den Distributoren von Open-Source-Software in Bezug auf die Fehlerbehebung sowie eine größere Beteiligung an der Open-Source-Softwareentwicklung.

Auslöser der Initiative auf Seiten der Kernel-Entwickler ebenso wie der Unternehmen sind wohl vor allem die anhaltenden Berichte über den ehemaligen Netfilter-Entwickler Patrick McHardy, der seine Urheberrechte am Linux-Quellcode vor allem in Deutschland mehrfach vor Gericht durchgesetzt hat. Es gibt dabei Hinweise von mit der Sache Vertrauten, dass McHardy vor allem Schadenersatzansprüche geltend mache und somit seinen eigenen finanziellen Vorteil bei der GPL-Durchsetzung priorisiere statt die Offenlegung des Codes.

Zuletzt öffentlich thematisiert worden ist dies in einem Verfahren von McHardy gegen das Unternehmen Geniatech. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa hat McHardy die Vorwürfe aber selbst bestritten und diese als "relativ absurd" bezeichnet.

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