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Urheberrecht: Marketplace-Händler wegen Bildern von Amazon bestraft

Ein Händler ist für eine Urheberrechtsverletzung mitverantwortlich, die Amazon begangen hat. Lädt jemand keine eigenen Bilder hoch, droht ihm damit bei Amazon Marketplace immer eine Klage.

Artikel veröffentlicht am ,
Kauf bei Amazon
Kauf bei Amazon (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Ein Marketplace-Verkäufer haftet für von Amazon begangene Urheberrechtsverletzungen bei Produktbildern. Über ein Urteil des Landgerichts Köln (Aktenzeichen 14 O 355/14) berichtet das Blog der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Bahr. Bei dem Streit ging es um Fotos eines Matratzenhändlers, die dieser für die Werbung hatte anfertigen lassen.

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Der Amazon-Marketplace-Händler argumentierte, dass er von der Einblendung der Fotos durch Amazon nicht gewusst habe. Das Landgericht Köln machte ihn dennoch ausdrücklich haftbar: "Der Beklagte haftet für die Einblendung der streitgegenständlichen Lichtbilder in seinem Verkaufsangebot auf der Webseite www.amazon.de als Täter einer Urheberrechtsverletzung."

Selbst schuld

Auch wenn der Beklagte nicht selbst die Bilder in seine Angebote eingeblendet habe, sondern die Zuordnung von Amazon erfolgt sei und er auf die Auswahl der Lichtbilder keinen Einfluss habe, sei laut Landgericht "die Einblendung der Lichtbilder dem Beklagten zuzurechnen und der Beklagte Mittäter der öffentlichen Zugänglichmachung der Lichtbilder". Die Rechtsverletzung sei in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken zwischen Amazon und dem Beklagten erfolgt, da er selbst ein Hauptbild auf die Webseite des Unternehmens zur Verbindung mit seinen Angeboten hätte hochladen können.

Wer eigene Angebote abgibt, sei laut Bundesgerichtshof für diese auch dann verantwortlich, wenn er sie von Dritten herstellen lässt und ihren Inhalt nicht zur Kenntnis nimmt und keiner Kontrolle unterzieht.

"Es sei inzwischen höchstrichterlich geklärt, dass ein Unternehmen, das auf einer Plattform wie Amazon Waren anbiete, sich die Aktivitäten von Amazon als eigene Handlungen zurechnen lasse müsse. Es hafte daher als Täter für die von Amazon begangenen Rechtsverletzungen", berichten die Anwälte. Die Bilder hatten im sichtbaren Bereich eine Copyright-Angabe. Daher habe der Kläger Amazon anders als in den AGB festgelegt keine Nutzungsrechte an den Bildern eingeräumt.

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lear 26. Feb 2017

Amazon braucht erstmal keine Lizenz aber räumt sich in den AGB bis auf ausdrücklichen...

robinx999 25. Feb 2017

Naja evtl. sollte dann mal jemand im Großen Stil abmahnen bei Ebay wenn es dort keine...

lear 25. Feb 2017

Seien Eltern hätten auch ein Kondom benutzen können, also sind die Schuld. Spasss mit der...

Trockenobst 24. Feb 2017

Suche mal nach dem Amazon und Ebook-Betrug. Amazon interessiert nichts. Da werden seit...

Trockenobst 24. Feb 2017

Nunja, viele "Händler" sind inzwischen nur noch so virtuelle Verticker, wo man einen...


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