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Urheberrecht: Luxusuhrenhersteller mahnen Smartwatchdesigner ab

Die Hersteller von Luxusuhren gehen gegen Kopierer ihrer Werke vor - nicht nur gegen Plagiate, sondern auch gegen Designer, die Zifferblätter für Smartwatch es entwerfen und dabei Markenrechte verletzen.
/ Andreas Donath
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Das Zifferblatt der Samsung Gear S hat Samsung selbst entwickelt. (Bild: Samsung)
Das Zifferblatt der Samsung Gear S hat Samsung selbst entwickelt. Bild: Samsung

Patek Philippe, Tag Heuer, Omega, Tissot, Certina und Mondaine stellen teure Uhren her, aber keine Smartwatches. Das hält einige Designer jedoch nicht davon ab, die Zifferblätter der Luxusuhren nachzuahmen und als Download anzubieten. Besitzer der Moto 360, der LG Watch R und anderer Uhren mit Display können sie herunterladen und installieren.

Laut einem Bericht der Website TorrentFreak(öffnet im neuen Fenster) gefällt dieses Vorgehen den Markenherstellern nicht. Sie gehen mit Abmahnungen und Unterlassungserklärungen gegen die Anbieter und Foren vor, auf denen die digitalen Zifferblätter angeboten werden.

Demnach haben IWC, Panerai, Omega, Fossil, Armani, Michael Kors, Tissot, Certina, Swatch, Flik Flak und Mondaine bereits Schritte unternommen, um ihre Markenrechte zu sichern.

Torrentfreak hat auch mit Forenbetreibern wie Facerepo gesprochen, die der Kritik der Uhrenindustrie ausgesetzt sind. Sie setzen mittlerweile Wortfilter ein, um unerwünschte Angebote ihrer Benutzer zu unterbinden und reagieren mit Kontosperren.

Eine der ersten Kollisionen mit dem Markenrecht und elektronischen Zifferblättern dürfte Apple verursacht haben. In iOS 6 wurde ein neues Zifferblattdesign eingeführt, das die berühmte Schweizer Bahnhofsuhr nachahmte. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erhielten laut einem Medienbericht 20 Millionen Franken (16,6 Millionen Euro) von Apple, damit das Design weiter genutzt werden konnte.


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