Urheberrecht: Google und Viacom legen Dauerstreit über Youtube bei
Der Internetkonzern Google und der Medienkonzern Viacom haben einen jahrelangen Rechtsstreit über angebliche Urheberrechtsverstöße auf dem Videoportal Youtube beigelegt. Das teilten beide Unternehmen in einer knappen Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) am Dienstag mit. "Die Einigung spiegelt den zunehmenden kooperativen Dialog zwischen unseren beiden Unternehmen über wichtige Chancen wieder" , heißt es in der Mitteilung. Details der Einigung wurden nicht genannt.
US-Gerichte hatten in den vergangenen Jahren bereits zwei Mal Klagen in Milliardenhöhe gegen Youtube zurückgewiesen. Der Medienkonzern Viacom warf Youtube darin vor, Urheberrechtsverletzungen zu unterstützen, um Profit daraus zu schlagen. Zuletzt hatte ein Gericht im April 2013 geurteilt , dass Youtube und Google durch den "Digital Millennium Copyright Act" (DMCA) von 1998 geschützt seien. Dem Gesetz zufolge müssen die Internetanbieter von den spezifischen Urheberrechtsverletzungen durch ihre Nutzer wissen, um belangt werden zu können. Es sei nach dem Gesetz aber die Aufgabe des Rechteinhabers, auf die spezifischen Inhalte hinzuweisen, hatte das Gericht klargestellt. Es sei hingegen nicht die Aufgabe des Plattformbetreibers, diese selbstständig ausfindig zu machen.
Das Argument von Viacom, die schiere Masse an Youtube-Videos mache es unmöglich, einen Überblick über mögliche Urheberrechtsverletzungen zu wahren, wandte der Richter Louis Stanton damals gegen den Konzern. Wenn es wirklich so viel Material zu prüfen gebe, dann sei es doch erst recht angemessen, dass die jeweiligen Rechteinhaber dies selbst täten, befand er. Viacom beklagte, dass immer wieder Ausschnitte oder ganze Folgen etwa von South Park oder der Daily Show mit Jon Stewart auf Youtube illegal hochgeladen würden.
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