Urheberrecht: Filmemacher verklagen VPNs und deren Hoster

Wer Server an VPN-Anbieter vermietet, macht sich mitschuldig an Urheberrechtsverletzungen von deren Nutzern - sagen die Filmgesellschaften.

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Ein VPN kann die IP-Adresse seiner Nutzer verschleiern.
Ein VPN kann die IP-Adresse seiner Nutzer verschleiern. (Bild: Gino Crescoli/Pixabay)

Die Filmindustrie zieht nach Streamingdiensten, Share-Hostern und Torrentseiten nun gegen VPN-Dienste und deren Hostinganbieter vor Gericht. Derzeit laufen zwei separate Verfahren gegen Leaseweb und Sharktech. Die Firmen werden beschuldigt, Serverdienste an VPN-Anbieter zu vermieten, deren Kunden zum Teil Urheberrechtsverletzungen begangen haben sollen.

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Die Klage gegen die US-Niederlassung von Leaseweb wurde vergangene Woche bei einem Bundesgericht in Virginia/USA eingereicht, wie das Onlinemedium Torrentfreak berichtet. Da Leaseweb die Zuordnungen der IP-Adressen bei der für Nordamerika zuständigen Internet Registry Arin nicht immer zuverlässig aktualisiere, sei es schwierig, die fraglichen VPN-Dienste zu lokalisieren, schreiben die Filmgesellschaften. Deshalb werden die VPN-Anbieter und deren mutmaßlich urheberrechtsverletztenden Nutzer als John beziehungsweise Jane Doe aufgeführt. In den USA ist eine solche fiktive Prozesspartei nichts Ungewöhnliches.

Klageschrift nennt LiquidVPN, Zenmate, NordVPN und ExpressVPN

Dennoch nennt die Klageschrift mit LiquidVPN, Zenmate, NordVPN und ExpressVPN mehrere VPN-Anbieter, welche die Dienste von Leaseweb in Anspruch nehmen sollen. Allerdings wird keines der Unternehmen als Beklagter genannt. Zudem versprechen die meisten VPN-Anbieter, keine Logs zu erheben, entsprechend schwierig dürfte es sein, die Nutzer zu identifizieren.

Es gibt jedoch immer wieder Fälle, in denen Logs von VPN-Anbietern, die angeblich keine Daten loggen, in Ermittlungsverfahren genutzt werden. 2011 wurde ein Mitglied der Hackergruppe Lulzsec mithilfe von Logs des VPN-Anbieters Hidemyass für einen Hack von Sony überführt. 2016 nutzten US-Ermittler Daten des Anbieters IPVanish in einem Fall von Kindesmissbrauch, 2017 überführte das FBI einen Cyberstalker - mit Hilfe von Logs des Anbieters PureVPN. PureVPN versuchte, den Vorfall damit zu erklären, dass es verschiedene Arten von Logs gibt und sein Versprechen sich nur auf einen Teil der Logs bezog.

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Einer der Hauptvorwürfe der Filmgesellschaften gegenüber dem Hoster Leaseweb ist, dass dieser es versäumt habe, die Konten dieser unbekannten VPN-Unternehmen zu kündigen. Leaseweb habe kaum mehr getan, als die über 32.000 Mahnungen der Filmgesellschaften weiterzuleiten. Entsprechend habe es an Regelungen gefehlt, die gegen Wiederholungstäter angewandt werden, wie sie der Digital Millenium Copyright Act (DMCA) verlange. Daher sei Leaseweb für seine Kunden in Haftung zu nehmen.

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"Die Abonnenten von Leaseweb werden durch das Wissen um die Praxis von Leaseweb, Hinweise auf Rechtsverletzungen zu ignorieren oder keine sinnvollen Maßnahmen als Reaktion auf diese Hinweise zu ergreifen, motiviert, Kunden zu werden", heißt es in der Klageschrift. Gegen den Hostinganbieter Sharktech wurde bereits kurz zuvor mit einer ähnlichen Argumentation Klage eingereicht.

Bereits in den Wochen zuvor seien VPN.ht und LiquidVPN mehrere VPN-Anbieter direkt verklagt worden, berichtet Torrentfreak. Auch hier gibt es noch keine Entscheidung. VPN.ht habe einen Antrag auf Klageabweisung eingereicht. Der ehemalige Betreiber von LiquidVPN habe eine Vergleichsvereinbarung mit den Filmfirmen unterzeichnet, während die Klage gegen den neuen Eigentümer vor einem Bundesgericht in Florida andauert.

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ptepic 06. Jun 2021

Der Pflegefall-Not-Aus nennt sich in Fachkreisen auch "Harnwegsinfekt". Dieser tritt...

Sharra 02. Jun 2021

Gratuliere, du hast den Unterschied zwischen Strafe und Exempel verstanden... nicht.

nicoledos 02. Jun 2021

Da besteht doch ein gewisser Unterschied. Das gesamte Geschäftsmodell der OCH basiert...

Christian-Hofmann 02. Jun 2021

Naja die Provider könnten durchaus verklagt werden, zumindest einige. Bisher sagen diese...



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