Abo
  • Services:
Anzeige
Verborgene Schätze heben: EU-Richtlinie regelt Nutzung von verwaisten Büchern und anderen Werken
Verborgene Schätze heben: EU-Richtlinie regelt Nutzung von verwaisten Büchern und anderen Werken (Bild: Amazon)

Urheberrecht: EU bereitet Richtlinie für verwaiste Werke vor

Verborgene Schätze heben: EU-Richtlinie regelt Nutzung von verwaisten Büchern und anderen Werken
Verborgene Schätze heben: EU-Richtlinie regelt Nutzung von verwaisten Büchern und anderen Werken (Bild: Amazon)

Eine neue EU-Richtlinie definiert, welche Werke künftig in der EU als verwaist gelten und wie diese genutzt werden. Öffentliche Einrichtungen dürfen verwaiste Werke scannen und öffentlich zugänglich machen. Rechteinhaber können nachträglich Lizenzzahlungen geltend machen.

Verwaiste Werke sollen in Europa künftig frei verwendet werden dürfen. Das sieht der Entwurf für eine neue Richtlinie vor, auf die sich das Europaparlament und der Rat der Europäischen Union (EU) nach eigenen Angaben geeinigt haben. Die Richtlinie ist noch nicht rechtskräftig, sie braucht noch die Zustimmung des Rechtsausschusses, des Parlaments sowie des Rats.

Anzeige

Die Richtlinie sieht vor, dass öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken oder Museen nach sogenannten verwaisten Werken scannen und sie nutzen dürfen. Das soll für Texte ebenso gelten wie für Bilder und Filme. Verwaiste Werke sind Werke, deren Urheberrechtsschutz noch gilt, aber deren Rechteinhaber nicht mehr auffindbar sind.

Suche nach Rechteinhabern

Die Institutionen können ihre Bestände nach verwaisten Werken durchsuchen. Die Richtlinie sieht aber vor, dass gewissenhaft nach den Rechteinhabern gesucht wird. Erst wenn diese Suche erfolglos war, gilt ein Werk als verwaist. Es darf dann digitalisiert und zu nicht auf Gewinn ausgerichteten Zwecken genutzt werden. Die Bibliotheken und Museen können die Nutzung der Werke kostenpflichtig machen, um mit den Einkünften die Suche und Digitalisierung zu finanzieren.

Bisher ist es ohne die Zustimmung der Rechteinhaber praktisch nicht möglich, Werke zu digitalisieren. Die Richtlinie wird die Institutionen vor Urheberrechtsklagen bewahren. Sollten nachträglich Rechte an einem verwaisten Werk geltend gemacht werden, sieht die Richtlinie eine Kompensation vor. Der Rechteinhaber kann zudem den Status verwaist rückgängig machen.

Kulturgüter zugänglich machen

"Die Regelung wird die Kultur fördern und es endlich ermöglichen, einige verborgene Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen", kommentierte Verhandlungsführerin Lidia Geringer de Oedenberg. Die Polin gehört der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament an.

Ziel ist, das Urheberrecht innerhalb der EU zu vereinheitlichen. Die neue Richtlinie sei ein "erster Schritt in diese Richtung", erklärte Geringer de Oedenberg. So bekommt ein Werk, das in einem Mitgliedsstaat als verwaist deklariert wurde, diesen Status in der ganzen EU. Mit der Richtlinie will die EU explizit Rechtsstreitigkeiten, wie sie in den USA gegen Google und das Google Book Settlement geführt werden, verhindern.


eye home zur Startseite
Doso 08. Jun 2012

Es geht hier vor allem um Bücher und Schriften, nicht um Filme wo halt dann z.B. der...

Doso 08. Jun 2012

Bin mir recht sicher das interessante Werke sehr wohl digitalisiert werden. Klar wird...

Der_Ing. 08. Jun 2012

Ein Anteil an den Einnahmen wäre unsinnig, weil dann der Aufwand nicht berücksichtigt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Essen
  2. Ratbacher GmbH, Hamburg
  3. SCHOTT AG, Mitterteich
  4. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Rayman Legends 8,99€, Rayman Origins 4,99€ und Syberia 3 14,80€)
  2. 199,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 235€)
  3. 88€ (Vergleichspreis ca. 119€)

Folgen Sie uns
       


  1. MacOS 10.13

    Apple gibt High Sierra frei

  2. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  3. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  4. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop

  5. Review Bombing

    Valve verbessert Transparenz bei Nutzerbewertungen auf Steam

  6. Big Four

    Kundendaten von Deloitte offenbar gehackt

  7. U2F

    Yubico bringt winzigen Yubikey für USB-C

  8. Windows 10

    Windows Store wird zum Microsoft Store mit Hardwareangeboten

  9. Kabelnetz

    Eazy senkt Preis für 50-MBit/s-Zugang im Unitymedia-Netz

  10. Nintendo

    Super Mario Run wird umfangreicher und günstiger



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Unterwegs auf der Babymesse: "Eltern vibrieren nicht"
Unterwegs auf der Babymesse
"Eltern vibrieren nicht"
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Watson: IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
Watson
IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
  1. IBM Watson soll auf KI-Markt verdrängt werden
  2. KI von IBM Watson optimiert Prozesse und schließt Sicherheitslücken

  1. Re: Das ist schon heftig.

    budweiser | 20:48

  2. Amateure

    m_jazz | 20:46

  3. Die Handys sind ein Krampf

    Basmyr | 20:46

  4. Re: Android als Seniorensystem?

    BLi8819 | 20:40

  5. Re: Stimme zu, kaum sinnvolle Ausstattung

    Frittenjay | 20:38


  1. 19:40

  2. 19:00

  3. 17:32

  4. 17:19

  5. 17:00

  6. 16:26

  7. 15:31

  8. 13:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel