Nur ein Vulkanier könne Paramounts Logik erklären

Grundsätzlich könne Paramount für das ursprüngliche Werk zwar einen urheberrechtlichen Schutz beantragen. Doch könne es nach US-Recht keinen Urheberrechtsschutz für Sprachen geben, die abseits eines Films aktive Verwendung finden. Um die Rechtsauffassung von Paramount zu vertreten, bedürfe es schon eines Vulkaniers - sogar ein Pakled wisse, dass man eine Sprache nicht "besitzen" könne, heißt es in dem Dokument. Schützenswert seien demnach nur die Passagen, die in den Star-Trek-Filmen selbst gesprochen wurden.

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Klingonisch eignet sich nicht nur für kurze Filmszenen - sondern auch für große Literatur. Es existieren Übersetzungen von Shakespares Hamlet und des Gilgamesch-Epos. Auch Microsofts Suchmaschine Bing ermöglicht die Übersetzung von Text in Klingonisch. Diese kulturellen Höhenflüge würden verhindert, wenn Klingonisch durch das Urheberrecht vor einer lebendigen Nutzung durch Fans "geschützt" werde.

Klingonisches Ja-Wort

Auch Ehen seien schon auf Klingonisch geschlossen worden, als ein schwedisches Paar sich in Star-Trek-Manier das Ja-Wort gab. Eine Anfrage über Ufo-Sichtungen nach dem Informationsfreiheitsgesetz beantwortete ein walisischer Minister auf Klingonisch - ein weiterer untrüglicher Beweis dafür, dass die Sprache ihrer ursprünglichen Darstellungsform längst entwachsen sei.

Denn genau darum gehe es bei Sprache: das Ausdrücken von Ideen. Würde jemand die Sprache kontrollieren, dann könnten Ideen nicht mehr frei ausgedrückt werden. George Orwell würde dem sicher beipflichten. Hätte Paramount bereits seit mehreren Jahren ein Urheberrecht auf die Sprache zugesprochen bekommen, dann hätte das Unternehmen die aktive Entwicklung und Verbreitung der Sprache gehemmt. Denn aufgrund der speziellen Grammatik sei Klingonisch letztlich mehr als eine Sprache - sondern vielmehr eine "Art des Denkens".

Paramount findet Klingonisch unnütz, will aber trotzdem das Urheberrecht dafür

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Dem widerspricht Paramount. Denn Klingonisch sei im Alltag gar nicht nützlich, weil es ja gar keine Klingonen gebe, mit denen man spreche könne. Diese Darstellung wiederum weist Randazza als beleidigend zurück: "Es gibt viele Menschen, die klingonisch sprechen." Es bedürfe keiner Klingonen, damit Klingonisch "nützlich" sei. Nur weil es keine "alten Griechen" mehr gebe, sei Altgriechisch weiterhin eine der wichtigsten Sprachen, um die philosophischen Klassiker zu verstehen.

Und so schreibt Randazza mit dem von Jeffrey Lebowsky interpretierten George-Herbert-Walker-Bush-Klassiker: "This will not stand, man". Klingonen würden sagen: "not Qam ghu'vam, loD!"

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 Urheberrecht: Ein Anwalt, der klingonisch spricht
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redwolf 24. Jun 2016

OK und was hat das mit dem Artikel zu tun?

redwolf 24. Jun 2016

Jede Programmiersprache hat einen anderen Zweck oder Philosophie dahinter. Manche sind so...

Ludoviko 03. Jun 2016

Die Zahl der Muttersprachler ist nicht wirklich wesentlich bei Esperanto. Man will sich...

DjNorad 03. Mai 2016

auch wenns mehr als traurig ist... das ist zu simpel gedacht ... ohne jegliche...



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