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Die Unterstützung für die Panoramafreiheit ist groß

Thomas Bickl, Pressesprecher der CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion, betont, dass seine Fraktion die Panoramafreiheit nicht abschaffen wolle. "Wir wollen, dass besonders für Facebook-User eindeutig geklärt ist, in welchem Land welche Nutzungsregeln gelten", erklärt Bickl. Die Panoramafreiheit für alle EU-Länder verbindlich zu machen, sei jedoch an den "nationalen Kulturen und Traditionen" von Ländern wie Frankreich gescheitert.

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Das lässt Reda jedoch nicht gelten. "Es hat mich sehr überrascht, dass der Ausschuss mit den Stimmen von EVP und S+D dem Änderungsantrag 421 des Abgeordneten Cavada zugestimmt hat", sagte die Abgeordnete der Piratenpartei Golem.de. Während der Verhandlungen hätten diese niemals eine so extreme Position unterstützt. "Ich hoffe, dass Sozial- und Christdemokraten nun ihre Position überdenken", ergänzte Reda.

Kampagne für Änderung in letzter Minute

Mit einer Kampagne versucht Reda nun, genug öffentliche Unterstützung für eine Änderung in letzter Minute zu bekommen. Inzwischen mobilisieren Fotografen-, Journalisten- und sogar PR-Verbände. Eine Petition des Fotografen Nico Trinkhaus hat in den ersten zwei Tagen mehr als 15.000 Unterstützer gewonnen.

Hier helfen auch ikonische Kampagnenmotive von Wikipedia-Aktivisten, die zeigen sollen, welche Auswirkungen die Abschaffung der Panoramafreiheit haben wird: So wird zum Beispiel das London Eye, das Riesenrad am Ufer der Themse, auf Fotos ausgeschwärzt. Die Wikimedia-Community debattiert derzeit darüber, ob sie die Leser der Onlineenzyklopädie für den Kampf für Panoramafreiheit mobilisieren könne.

In einem offenen Brief appellieren die Wikipedianer direkt an die Abgeordneten und bezeichnen den bestehenden Entwurf als Angriff auf die Wissensallmende. "So wird die Verbreitung des Wissens der Menschheit unnötig beschränkt, während gleichzeitig ein neues Spielfeld für eine missbräuchliche Rechtsnutzung eröffnet wird", heißt es in dem Schreiben, das bereits von über 1.900 Wikipedianern unterschrieben wurde.

Der öffentliche Druck zeigt bereits Wirkung. Inzwischen hat sich auch EU- Delegationsleiterin Evelyn Regner auf eine Unterstützung der Panoramafreiheit festgelegt: "Unser Ziel für die Abstimmung im Plenum ist es, die uneingeschränkte Panoramafreiheit zu erreichen", erklärt die Abgeordnete. Ob ihre Kollegen das Kompromisspaket vor der Abstimmung am 9. Juli noch mal aufschnüren werden, ist aber keineswegs sicher.

Nachtrag vom 2. Juli 2015, 9:31 Uhr

Die Abgeordneten im Europaparlament wollen offensichtlich die Panoramafreiheit erhalten. Die großen Fraktionen hätten sich darauf geeinigt, am 9. Juli gegen eine entsprechende Änderung des Urheberrechts zu stimmen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Rechtsausschuss der EU-Kommission ist für die Änderung des Urheberrechts.

 Urheberrecht: Die Panoramafreiheit ist bedroht
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jones1024 01. Jul 2015

"Facebook sei etwa eine kommerzielle Plattform. Wer dort Urlaubsfotos veröffentliche...

crazypsycho 30. Jun 2015

Ich frage mich welcher Schaden denn entsteht wenn ich ein Urlaubsfoto des Eifelturms bei...

crazypsycho 30. Jun 2015

Das ist irgendwie schon lächerlich. Das hat nix mehr mit Urheberrecht zutun. Ich würde...

dumdideidum 29. Jun 2015

[...] Ja diese Entscheidung zeigt wieder einmal den Charakter der SPD der letzten...

berritorre 28. Jun 2015

Gute Idee, sollte der Blödsinn wirklich durchkommen. Ich denke aber es ist besser, das...


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