C3S gegen den Nutzer-Urheber-Zwist

Eine neue Verwertungsgesellschaft ist demnach die einzige Lösung, um den bestehenden Zwist auszuräumen, davon ist Michalke überzeugt. Die C3S soll Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Werke unter der Lizenz anzubieten, die sie für richtig halten. Creative Commons ist eine durchaus effektive Weise, auch für unbekannte Künstler, ihre Werke populär zu machen. Das Kopieren von Werken schade auch nicht dem Verkauf von CDs, argumentiert Michalke. Nach Statistiken des Bundesverbandes der Musikindustrie änderten sich die Verkaufszahlen von CDs trotz sinkender Musikkopien über die Jahre nicht, sagt Michalke. Allerdings fehlen in den Statistiken die Onlineverkaufszahlen, beispielsweise von US-Konzernen wie Apple oder Amazon.

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Auf der Wunschliste des C3S steht unter anderem, dass Künstler die nichtkommerzielle Verbreitung und die freie Nutzung ihrer Werke erlauben. Anwender könnten direkt spenden, etwa über Micropayment-Systeme wie Flattr. Für kommerzielle Nutzer gäbe es eine Lizenzabwicklung an zentraler Stelle samt einer Klärung, ob Werke kommerziell oder nicht genutzt worden sind.

Alternative zur Gema

Das Konzept lasse sich auch europaweit umsetzen und wäre selbst global akzeptiert. Und vor allem müssten keine bestehenden Gesetze geändert werden, selbst das Urheberrecht könne so bleiben, wie es ist. Und es müsste keine Umeignung stattfinden, wie es radikalere Reformer mit dem pauschalen Rechtsverzicht auf Werke wollen.

Weil die Gema keine Teillizenzen akzeptiert, würde die C3S die Verwaltung aller Werke eines Künstlers übernehmen und eben auch mit Teillizenzen akzeptieren. Nur Urheber dürften Mitglieder der C3S werden, die auch eine Schiedsstelle vorsieht. Die Strukturen wären demokratisch, jedes Mitglied hätte eine Stimme bei Entscheidungen, so Michalke. Die Rechtsform des C3S wäre die einer europäischen Genossenschaft (SCE). Und die C3S sieht eine progressive Ausschüttung vor, Teile der Einnahmen würden in die Nachwuchs- und Kulturförderung gehen. Gegenwärtig soll die C3S nur Musik verwalten, später könnte die C3S durchaus auch andere Werke verwalten, sagte Michalke.

Antrag beim Patentamt noch in diesem Jahr

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Noch in diesem Jahr will Michalke dem Patentamt sein Konzept vorlegen. Das wird den Antrag prüfen, was bis zu anderthalb Jahren dauern kann, so Michalke. Außerdem müssen noch 20.000 Euro für die Gründung einer Genossenschaft aufgebracht werden. Frühestens in zwei Jahren könnte die C3S dann als Verwertungsgesellschaft auftreten.

Es hänge aber alles davon ab, ob mehr Künstler bereit wären, die Creative-Commons-Lizenz zu akzeptieren, betont Michalke nochmals eindringlich. Letztendlich könne die Debatte um das Urheberrecht nur durch gegenseitigen Respekt beendet werden, sagt Michalke. Die C3S könnte dabei helfen.

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 Urheberrecht: C3S statt Gema
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mdjrosenau 13. Jul 2013

1) Die Schwelle um als Urheber zu gelten ist recht niedrig. Wer ein Logo für eine...

mdjrosenau 12. Jul 2013

Das gilt aber auch ohne CC: So glauben wahrscheinlich 90% aller Discobesitzer, sie...

kevla 24. Mai 2012

ich würde ja behaupten, dass sich da ein kleiner denkfehler eingeschlichen hat. denn die...

fratze123 21. Mai 2012

Gerade bei professioneller Produktion sollten die Kosten günstiger sein, als wenn man das...

StefanKehrer 20. Mai 2012

Das ist aber eben dann keine Festanstellung, sondern eine Projektbezogene. Das sind dann...



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