Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Urheberrecht: Abmahnung wegen Screenshot aus Bing Maps

Für einen journalistischen Artikel hat ein Magazin einen Screenshot von Bing Maps gemacht - vor vier Jahren. Jetzt kam die Rechnung über 1.700 Euro, aber nicht von Microsoft .
/ Achim Sawall
117 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bing Maps im Jahr 2010 (Bild: Mario Anzuoni/Reuters)
Bing Maps im Jahr 2010 Bild: Mario Anzuoni/Reuters

Wegen eines Screenshots aus Bing Maps(öffnet im neuen Fenster) für einen Bericht soll das Onlinemagazin Dr. Windows rund 1.700 Euro bezahlen. In dem Artikel vom November 2012 ging es um ein großes Kartenupdate bei Bing Maps. Nicht Microsoft, sondern die Firma Blom aus Norwegen mit Niederlassung in Deutschland besitzt die Rechte und hat Dr. Windows durch eine Berliner Anwaltskanzlei abmahnen lassen.

Microsoft-Sprecher Felix Böpple sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir bedauern ausdrücklich Abmahnungen von Blom und unterstützen dies nicht, können aber leider wegen der eingeschränkten Lizenz und der formell nicht genehmigten Nutzung hier dem Abgemahnten nicht aushelfen, da dies nicht unter persönliche Nutzung fällt. Wir halten es jedoch gegebenenfalls für nicht ausgeschlossen, dass im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung eine Nutzung auch ohne Lizenz nach geltendem Urheberrecht möglich sein kann."

Microsoft hat die Bilder von Blom für Bing lizenziert

Microsoft habe selbst die Bilder von Blom für Bing lizenziert und besitze keine unbeschränkten Rechte an dem Bildmaterial. Microsoft stellt darum in seinen Nutzungsbedingungen heraus: " Die Artikel, Texte, Fotos, Karten, Videos, Videoplayer und Materialien Dritter, die auf Bing und MSN zur Verfügung gestellt werden, sind ausschließlich für Ihre nichtgewerbliche, persönliche Nutzung gedacht. Sonstige Verwendungsweisen wie das Herunterladen, Kopieren oder Weitervertreiben dieser Materialien sind nur insoweit zulässig, als dies ausdrücklich von Microsoft oder den Rechteinhabern genehmigt wird oder nach geltendem Urheberrecht rechtmäßig ist."

Auf dem strittigen Bild ist das Brandenburger Tor aus der Vogelperspektive in Bing Maps zu sehen.


Relevante Themen