Abo
  • Services:

Urheberrecht: Abmahnung wegen Nutzung des Facebook-Buttons bei Bild.de

Wer den Facebook-Share-Button der Bild-Zeitung nutzt, kann mit Abmahnungen rechnen. Ein Fotograf will 1.080 Euro, weil sein Name bei Facebook nicht sichtbar war. Doch das Problem betrifft auch alle anderen Medien.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook
Facebook (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

Nach Angaben des IT-Anwalts Christian Solmecke ist eine Leserin der Bild-Zeitung wegen Nutzung des Facebook-Teilen-Buttons abgemahnt worden. Die Inhaberin einer Fahrschule teilte einen Artikel über den Fußball-Nationalspieler Marco Reus und seine Fahrt mit einem gefälschten Führerschein. Der Fotograf des Bildes mahnte die Inhaberin der Fahrschule wegen der Nutzung seines Fotos mit Reus vor seinem Aston Martin ab.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Der Rechteinhaber verlange die Zahlung von 1.080 Euro, erklärte Solmecke Golem.de. "Der Vorwurf lautet, dass der Name des Fotografen in dem Facebook-Vorschaubild nicht genannt wurde." Solmecke vertritt die Betroffene und will nun versuchen, das Geld von der Bild-Zeitung und dem Axel-Springer-Verlag zurückzuholen.

"Es wird mit Sicherheit nicht bei dieser einen Abmahnung bleiben", sagte Solmecke. "Eine wegweisende Gerichtsentscheidung ist unabdingbar. Bis dahin besteht nun eine erhöhte Abmahngefahr für die Nutzer und eine noch größere Gefahr für die Blogbetreiber, die womöglich bald zahlreichen Regressansprüchen ausgesetzt sein werden."

Solmecke meinte, hier seien die Blogbetreiber und Online-Medien in der Pflicht. Sie müssten dafür sorgen, dass alle Bilder, die sie auf ihrer Webseite posten, auch über die sozialen Netzwerke geteilt werden dürfen. "Und zwar notfalls auch ohne Nennung des Urhebers", sagt Solmecke. Ansonsten müssten sie mit Regressansprüchen der abgemahnten Nutzer rechnen. "Dies haben bereits die Richter am Landgericht Frankfurt in einem Streit zum Facebook-Share-Button entschieden (Urteil vom 17. Juli 2014, Aktenzeichen 2-03 S 2/14). Solange die Teilen Funktion genutzt wird, vergibt der Seitenbetreiber konkludent eine Lizenz an den geteilten Inhalten."

Konkret sollten die Betreiber von Internetseiten sich von Fotografen die erforderlichen Rechte vorher einräumen lassen. Im Lizenzvertrag müsse geregelt sein, dass die eingekauften Bilder auch in sozialen Netzwerken verwendet werden dürfen, rät der Anwalt. Außerdem müssten die Inhalteanbieter dafür sorgen, dass die Urhebernennung im Artikel so platziert wird, dass sie auch beim Teilen in den sozialen Netzwerken noch sichtbar ist.

Im Jahr 2013 gab es bereits einen ähnlichen Fall.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,99€ (erscheint am 15.02.)
  2. 13,49€
  3. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  4. (-76%) 3,60€

SceniX 09. Apr 2015

Ja, ich sehe aber nicht, wo ich geistiges Eigentum geklaut haben soll, nur weil ich...

Sirence 27. Mär 2015

Bei mir genauso, im aktuellsten Chrome. Die Impressum-Seite ist komplett schwarz.

crazypsycho 25. Mär 2015

Aber wie soll er denn 1000 Bolzplätze fegen? Da braucht man doch über 1 Jahr bis jeder...

crazypsycho 25. Mär 2015

Eine Verbreitung ist schon alleine durch das ins Netz stellen erwünscht. Denn man will ja...

Anonymouse 25. Mär 2015

Warum tust du so, als ob du nicht verstehen würdest, um was es geht?


Folgen Sie uns
       


Apple Pay ausprobiert

Dank Apple Pay können nun auch Nutzer in Deutschland kontaktlos mit ihrem iPhone bezahlen. Wir haben den Dienst bei unserem Lieblingscafé ausprobiert.

Apple Pay ausprobiert Video aufrufen
Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  2. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie
  3. Weniger Aufwand Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

    •  /