Urban Air Mobility: Skydrive testet Flugauto mit Pilot
Das japanische Unternehmen Skydrive hat ein elektrisch angetriebenes Ein-Personen-Fluggerät mit einem Piloten an Bord getestet. Mehrere Minuten lang war das Fluggerät in der Luft. Es war nach Unternehmensangaben die erste öffentliche Vorführung eines Flugautos in Japan.
SD-03 ist etwa vier Meter lang und vier Meter breit; damit brauche es am Boden so viel Platz wie zwei geparkte Autos, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Als Antrieb hat das Fluggerät acht Rotoren, die als Doppelrotoren angeordnet sind. Damit kann das einsitzige Flugauto senkrecht starten und landen. Weitere Testflüge sind für dieses Jahr geplant.
Der Testflug fand auf einem 10.000 Quadratmeter großen Testgelände des japanischen Autoherstellers Toyota statt. Rund vier Minuten dauerte der bemannte Testflug. Dabei steuerte der Pilot das Fluggerät. Er wurde aber zudem von einem computergestützten Steuerungssystem unterstützt.
"Wir wollen eine Gesellschaft verwirklichen, in der fliegende Autos ein verfügbares und bequemes Transportmittel sind und in der die Menschen eine sichere und komfortable neue Lebensweise erleben können" , beschreibt Tomohiro Fukuzawa(öffnet im neuen Fenster) , Chef von Skydrive, die Zukunftspläne des Unternehmens.

Urban Air Mobility (UAM) wird das neue Konzept der Luftfahrt genannt: Passagiere sollen kürzere oder mittlere Strecken mit Lufttaxis oder Taxidrohnen zurücklegen. Dadurch, dass ein Teil des Verkehrs in die Luft verlagert wird, sollen die Straßen weniger belastet werden. Die Fluggeräte können auf einer relativ kleinen Fläche senkrecht starten und landen. Sie werde elektrisch angetrieben, was sie leiser macht als herkömmliche Helikopter. Die Fluggeräte sollen zunächst von einem Piloten gesteuert werden. Auf lange Sicht sollen sie Fahrgäste autonom zu ihrem Ziel bringen.
Das 2018 gegründete Unternehmen Skydrive will sein Flugauto 2023 auf den Markt bringen. Es ist aber bei weitem nicht der einzige Akteur in diesem Markt.
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