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Urban Air Mobility: Rolls-Royce testet Gasturbine für Flugtaxis

Die Turbine, die unter anderem mit Wasserstoff betrieben werden kann, soll Flugtaxis mehr Reichweite ermöglichen. Die Tests finden bei Berlin statt.
/ Werner Pluta
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Flugtaxi (Symbolbild): führender Anbieter von vollelektrischen und hybrid-elektrischen Energie- und Antriebssystemen (Bild: Rolls Royce)
Flugtaxi (Symbolbild): führender Anbieter von vollelektrischen und hybrid-elektrischen Energie- und Antriebssystemen Bild: Rolls Royce

Rolls-Royce wird in den kommenden Monaten einen Turbogenerator testen, der an Bord kleiner Luftfahrzeuge Strom erzeugen soll. Das System ist in erster Linie für Flugtaxis gedacht.

Der Turbogenerator soll mit klimaneutralem Kerosin, Sustainable Aviation Fuel (SAF), betrieben werden, teilte der britische Triebwerkshersteller mit(öffnet im neuen Fenster) . Später werde es auch möglich sein, Wasserstoff zu verbrennen.

Den Turbogenerator wird es in verschiedenen Leistungsstufen im Bereich zwischen 500 Kilowatt und 1,2 Megawatt geben. Er soll als Range Extender dienen, der während des Fluges Strom erzeugt, um die Akkus zu laden oder die Triebwerke direkt mit Strom zu versorgen. Dadurch könnten die elektrisch betriebenen Lufttaxis längere Strecken zurücklegen. Alternativ könnten sie mit kleineren Akkus ausgestattet werden.

Emissionsarme Flugzeuge kommen weiter

"Dieses Produkt wird es unseren Kunden ermöglichen, die für den Elektroflug in Frage kommenden Strecken zu erweitern, was bedeutet, dass mehr Passagiere mit emissionsarmen oder emissionslosen Luftfahrzeugen weiter reisen können" , sagte Olaf Otto, Chef des Geschäftsbereich Electrical bei Rolls-Royce. Er kündigte an, dass der Hersteller beabsichtige, führender Anbieter von vollelektrischen und hybrid-elektrischen Energie- und Antriebssystemen für die Luftfahrt zu werden.

Urban Air Mobility (UAM) ist eine neue Form der Luftfahrt: Passagiere sollen mit Lufttaxis oder Taxidrohnen kürzere oder mittlere Strecken in der Stadt zurücklegen. Die Fluggeräte, die später ohne Pilot fliegen sollen, können auf einer relativ kleinen Fläche senkrecht starten und landen. Angetrieben werden sie von Elektromotoren, was sie leiser macht als herkömmliche Helikopter.

Diverse Hersteller - Newcomer wie das baden-württembergische Unternehmen Volocopter , aber auch die etablierten Luftfahrtkonzerne wie Airbus - arbeiten an senkrecht startenden, elektrischen angetriebenen Lufttaxis. Es gibt Pilotprojekte in unseren Breiten wie etwa in Ingolstadt . Als großer Markt für UAM gelten jedoch die Megacitys in Asien wie Singapur .

Die Tests des Turbogenerators werden am Standort Dahlewitz bei Berlin durchgeführt. Dafür wurde die Testanlage von Rolls-Royce Power Gearbox eigens umgebaut.


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