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Urban Air Mobility: Hyundai stellt Flugtaxi vor

CES 2020
Der Fahrdienst Uber bekommt ein weiteres Lufttaxi für seinen Dienst Uber Air: Der südkoreanische Autohersteller Hyundai hat auf der CES in Las Vegas ein elektrisch angetriebenes Fluggerät vorgestellt.
/ Werner Pluta
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Hyundais Konzept von urbaner Mobilität: Lufttaxis für Uber Air (Bild: Hyundai)
Hyundais Konzept von urbaner Mobilität: Lufttaxis für Uber Air Bild: Hyundai

Hyundai hebt ab: Der südkoreanische Konzern wird in Zukunft auch Flugtaxis bauen. Das hat Youngcho Chi, Bereichtsleiter Strategie und Innovation bei Hyundai, angekündigt. Sie sind ein Element eines größeren Mobilitätskonzepts und sollen Teil von Ubers Vermittlungsdienst werden.

Das Flugtaxi, von Hyundai als Personal Air Vehicle (PAV) bezeichnet, trägt den Namen S-A1. Darin ist Platz für vier Insassen und einen Piloten. S-A1 ist für den Horizontalflug konzipiert. Das Flugtaxi hat also Tragflächen, an deren Enden jeweils ein elektrisch angetriebener Propeller sitzt. Zum senkrechten Starten und Landen können die vier Propeller gekippt werden.

Die Start- und Landephase unterstützen zudem acht Rotoren, die an den vorderen Tragflächen angebracht sind. Die große Anzahl an Motoren soll laut Hyundai Ausfallsicherheit bieten. Zudem ist das Fluggerät noch mit einem Fallschirm ausgestattet.

Das S-A1 soll in einer Höhe von 300 bis 600 m über dem Boden fliegen. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 290 km/h. Die Reichweite gibt Hyundai mit rund 100 km an. Geladen werden soll, während die Passagiere ein- und aussteigen. Die fünf- bis siebenminütigen Pausen sollen für das Laden ausreichen.

Mit dem PBV zum PAV

Zu Hyundais Konzept der Mobilität der Zukunft gehören noch der Hub und das Purpose Built Vehicle (PBV). Letzteres ist Beförderungsmittel auf dem Boden. Das Fahrzeug ist ein modulares System, das zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden kann. In erster Linie sind die vier bis sechs Meter großen S-Links zur Personenbeförderung gedacht. Es sind aber auch Varianten denkbar, etwa Gütertransporter, fahrende Büros oder Restaurants. Die PBVs werden elektrisch angetrieben und sollen autonom fahren. Unterwegs können sie sich auch zu Konvois zusammenschließen. Die Hubs schließlich sind die Start- und Landeplätze der PBVs, wo die Passagiere in die Flugtaxis einsteigen.

Die Flugtaxis seien zusammen mit Uber entwickelt worden, teilte Hyundai mit(öffnet im neuen Fenster) . Entsprechend erfüllen sie auch die technischen Vorgaben des Fahrdienstes: Sie sind elektrisch angetrieben, leise und sie können senkrecht starten und landen. Künftig wollen Hyundai und Uber bei der Vermittlung der Flugtaxis zusammenarbeiten(öffnet im neuen Fenster) .

Uber hatte die Vermittlung von Lufttaxis 2016 angekündigt . Der Fahrdienst kooperiert bereits mit einigen Herstellern, darunter die Boeing-Tochter Aurora Flight Services und der US-Hubschrauberhersteller Bell Helicopters .


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