Upscaler: Nvidia verspricht mehr Kontrolle über DLSS 5
Nvidia hat auf der Computergrafik-Konferenz Siggraph 2026 in Los Angeles erstmals ausführlich erläutert, wie DLSS 5 funktionieren soll. Im Mittelpunkt des Vortrags stand weniger die zugrundeliegende KI-Technik, sondern eine Antwort auf einen der größten Kritikpunkte seit der Vorstellung im Frühjahr 2026: Die neue Generation von DLSS soll Games realistischer wirken lassen, ohne den künstlerischen Stil zu verändern.
Entwickler und Spieler hatten nach der Ankündigung befürchtet, dass die generative KI den gewünschten Look eines Spiels verfälschen oder sogar Inhalte verändern könnte. Diesen Eindruck versucht Nvidia nun auszuräumen. Nach Angaben des Unternehmens soll DLSS 5 das Bild zwar realistischer erscheinen lassen, dabei aber der künstlerischen Absicht des Entwicklerteams folgen.
Als Beispiel nennt Nvidia eine Spielfigur mit einer markanten Narbe: Die Haut dürfe realistischer schattiert werden, die Narbe selbst müsse jedoch erhalten bleiben, weil sie Teil des Charakters sei. Ziel sei es, den Realismus zu erhöhen, ohne die Geschichte oder den Stil eines Spiels zu verändern.
Um das zu erreichen, nutzt DLSS 5 nach Angaben des Unternehmens nicht nur das fertige Bild. Zusätzlich fließen interne Renderdaten wie Oberflächeninformationen, Beleuchtungsdaten und Bewegungsvektoren ein.
Dadurch soll die KI erkennen, welche Elemente unverändert bleiben müssen und wo sie Details ergänzen darf. Das Verfahren arbeite Bild für Bild in Echtzeit und solle trotz der generativen KI stabil bleiben, ohne Flimmern oder sichtbare Artefakte, so das Unternehmen.
Besonders viel Zeit widmete Nvidia den Eingriffsmöglichkeiten für Entwickler. Vorgesehen seien verschiedene KI-Modelle mit unterschiedlicher Charakteristik, Regler für Struktur- und Lichtintensität sowie Masken, mit denen sich Figuren, Objekte oder ganze Bildbereiche getrennt beeinflussen ließen.
Start von DLSS 5 weiterhin für Herbst 2026 geplant
Entwickler sollen sogar unterschiedliche Modelle oder Einstellungen für einzelne Szenen oder Zwischensequenzen auswählen können. Nach Darstellung des Unternehmens soll DLSS 5 damit ein Werkzeug für Art Directors sein und keine automatische Bildverbesserung, die sich der Kontrolle entzieht.
Nvidia bezeichnet DLSS 5 als dritte Ausbaustufe seiner KI-Grafiktechnologien. Neben der Rekonstruktion von Bildinformationen und neuronalen Verfahren zur Beschleunigung einzelner Renderberechnungen soll nun erstmals auch eine kontrollierte KI-Generierung des endgültigen Bildeindrucks hinzukommen.
Klassisches Rendering werde dadurch jedoch nicht ersetzt, sondern ergänzt. Die Auslieferung von DLSS 5 ist für Herbst 2026 vorgesehen.
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