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Upscaler: Nvidia macht Raytracing in DLSS 4.5 schöner

Computex 2026
Mit DLSS 4.5 erhält Ray Reconstruction im August ein großes Update. Nvidia verspricht bessere Beleuchtung, weniger Bildfehler und stabilere Darstellungen.
/ Peter Steinlechner
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Szene aus Pragmata (Bild: Bild: Capcom / Screenshot: Golem)
Szene aus Pragmata Bild: Bild: Capcom / Screenshot: Golem

Nvidia arbeitet an der nächsten Ausbaustufe seiner KI-gestützten Grafiktechnologien. Nachdem das Unternehmen zur CES 2026 bereits DLSS 4.5 mit einem neuen Transformer-Modell für die Super Resolution vorgestellt hatte, folgt nun im Rahmen der Computex 2026 ein umfangreiches Update für Ray Reconstruction. Die Technik soll ab August 2026 für Geforce-RTX-Grafikkarten verfügbar werden.

Ray Reconstruction ersetzt bei modernen Raytracing- und Pathtracing-Effekten klassische, von Entwicklern abgestimmte Rauschfilter durch ein neuronales Netzwerk.

Ziel ist es, aus den oft stark verrauschten Rohdaten eines Raytracing-Bildes ein möglichst sauberes Endergebnis zu berechnen. Nvidia kombiniert diese Technik mit DLSS Super Resolution in einem gemeinsamen KI-Modell.

In einem jetzt veröffentlichten Video erklärt Nvidia-Ingenieur Brian Catanzaro, dass die neue Version auf einem "Transformer-Modell der zweiten Generation" basiere. Dieses biete "35 Prozent mehr Rechenkapazität" und sei mit einem verbesserten Datensatz trainiert worden. Dadurch verfüge das System über "größere Intelligenz in jeder Szene".

Laut Nvidia soll die neue Ray Reconstruction Beleuchtungseffekte genauer rekonstruieren und Ergebnisse liefern, die näher an der sogenannten Ground-Truth-Beleuchtung liegen – also an einem physikalisch möglichst korrekten Referenzbild.

Gleichzeitig verspricht das Unternehmen weniger Geisterbilder bei bewegten Details wie Partikeleffekten oder Wetterdarstellungen sowie eine höhere zeitliche Stabilität zwischen einzelnen Frames.

Catanzaro spricht von einer "genaueren Rekonstruktion von Raytracing-Bildern" und einer "verbesserten Reaktion auf Beleuchtung". Gerade bei Titeln wie Pragmata, Cyberpunk 2077 oder Alan Wake 2 könnte das sichtbar werden, weil dort enorme Mengen an Lichtstrahlen simuliert werden und die Bildqualität stark von der Qualität der nachträglichen Rekonstruktion abhängt.

Diskussionen um Authentizität der Darstellung

Die Ankündigung passt zu Nvidias langfristiger Strategie. Das Unternehmen bezeichnet Pathtracing inzwischen als "den neuen Standard" und setzt zunehmend darauf, dass KI-Verfahren klassische Rendering-Techniken ergänzen oder teilweise ersetzen. Die Fortschritte bei Ray Reconstruction gelten deshalb als wichtiger Baustein für zukünftige Grafikgenerationen.

Allerdings bleibt die Technik nicht unumstritten. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass moderne Spiele zunehmend auf KI-Nachbearbeitung angewiesen seien und ein immer kleinerer Teil des finalen Bildes tatsächlich klassisch gerendert werde.

Diese Diskussion dürfte mit DLSS 5 weiter an Fahrt gewinnen, das nach aktuellem Stand im Jahr 2027 zusammen mit einer neuen GPU-Generation erscheinen dürfte. Erste Demonstrationen zeigten deutlich stärkere Eingriffe ins fertige Bild, was zwar zusätzliche Bildqualität verspricht, gleichzeitig aber Fragen nach künstlerischer Kontrolle und der Authentizität der Darstellung aufwirft.


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