Upscaler: AMD bringt FSR 4.1 überraschend auf ältere Radeon-Karten
Mit einem ungewöhnlichen Technikschritt bringt AMD seine neue KI-Upscaling-Technik FSR 4.1 auch auf ältere Radeon-Grafikkarten. Das kündigte Gaming-Chef Jack Huynh in einem Video an.
Ab Juli 2026 soll FSR Upscaling 4.1 auf GPUs der Radeon-7000-Serie (ab 2022, RDNA 3) funktionieren – obwohl diese laut AMD ursprünglich gar nicht für die dafür vorgesehene KI-Beschleunigung entwickelt wurden.
Die eigentliche Zielplattform für FSR 4 ist RDNA 4 (ab 2025), weil diese Architektur spezielle FP8-AI-Beschleuniger besitzt. FP8 steht für ein kompaktes Floating-Point-Format, das Machine-Learning-Berechnungen effizienter machen soll. RDNA 3 bietet diese dedizierte Hardware laut AMD dagegen nicht.
Laut Huynh habe das Team die Modelle deshalb für Integer-basierte Berechnungen umgebaut und optimiert. AMD spricht von angepasster Speicherverwaltung, verbesserter Motion-Vector-Validierung und weniger Bildfehlern in schnellen Szenen.
Gerade Bewegungsartefakte gelten bei Upscaling-Techniken als großes Problem, etwa bei schnell rotierenden Kameras oder feinen Details wie Haaren und Zäunen.
FSR 4.1 soll dennoch maschinelles Lernen für die Bildskalierung auf Radeon-7000-Karten ermöglichen. Ziel ist laut AMD eine sichtbar höhere Bildschärfe und flüssigere Darstellung bei möglichst geringem Leistungsverlust.
Mehr als 300 Spiele zum Start
Im Video betont Huynh, dass "jede Millisekunde" entscheidend gewesen sei, weil eine zu hohe Berechnungszeit den Vorteil des Upscalings wieder zunichtemachen würde.
Zum Start sollen mehr als 300 Spiele unterstützt werden. Im Video sind unter anderem Death Stranding 2, Crimson Desert, Mafia – The Old Country und Horizon Forbidden West zu sehen.
Die Technik funktioniert laut AMD direkt ohne zusätzliche Anpassungen durch Nutzer auf Radeon-7000-Grafikkarten. Noch überraschender: Anfang 2027 soll FSR Upscaling 4.1 auch für RDNA-2-GPUs (ab 2020, Radeon-6000-Serie) erscheinen.
AMD versucht damit offenbar, moderne KI-Bildverbesserung nicht nur auf neue High-End-Hardware zu beschränken. Gerade im Vergleich zu konkurrierenden Verfahren wie DLSS von Nvidia galt bislang als Nachteil, dass ältere Radeon-Generationen keine spezialisierten KI-Einheiten besitzen.
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