Upscaler: AMD baut mit FSR Redstone die Grafikpipeline um
AMD baut seine Upscaling-Technik FidelityFX Super Resolution (FSR) zu einer KI-Render-Suite namens FSR Redstone aus. Die neue Generation greift nicht mehr nur beim Hochrechnen der Auflösung ein, sondern an mehreren Stellen der Grafikpipeline, von der Beleuchtung bis zur Zwischenbildberechnung. Sie startet zunächst exklusiv auf den seit Frühjahr 2025 verfügbaren Radeon-GPUs der Serie RX 9000 mit RDNA-4-Architektur.
Herzstück von Redstone ist das FSR-Upscaling, das frühere FSR 4: Ein neuronales Netz rekonstruiert aus intern niedrig gerenderten Frames ein Bild, das optisch nahe an nativer 4K-Darstellung liegen soll.
Neu ist eine Machine-Learning-basierte Frame Generation, die komplette Zwischenbilder vorhersagt und schnelle Kamerabewegungen flüssiger darstellen soll als das bisherige, rein analytische FSR 3.
Mit FSR Ray Regeneration führt AMD einen KI-Denoiser für Raytracing ein. Das Verfahren rekonstruiert Raytracing-Details aus stark verrauschten Eingangsdaten und lässt sich mit neuem Treiber in Call of Duty – Black Ops 7 mit verschiedenen Upscalern wie FSR 3, FSR Upscaling oder XeSS kombinieren.
Allerdings gibt es Einschränkungen: In Black Ops 7 ist Ray Regeneration derzeit nur in Multiplayer, Zombies und im Benchmark aktiv. Dabei kümmert sich die Technologie ausschließlich um Reflexionen, nicht um die gesamte Beleuchtung oder Schatten.
Lichtstrahlen vorab berechnen
Ebenfalls neu ist FSR Radiance Caching. Dafür lernt ein neuronales Netz, wie Licht in einer Szene mehrfach reflektiert wird, und ersetzt einen Teil der aufwendigen Strahlenberechnungen durch Vorhersagen. Ziel ist eine effizientere globale Beleuchtung in Echtzeit, etwa bei komplexen Szenen mit vielen Lichtbounces.
Erste Spiele mit Radiance Caching erwartet AMD im Laufe von 2026. Mittelfristig sollen Spieleentwickler das neue FSR-Upscaling für rund 200 Spiele und die neue Frame Generation für mehr als 40 Titel unterstützen, darunter F1 25 und Black Ops 7.
AMD nennt in seinen Benchmarks teils mehr als vervierfachte Bildraten gegenüber nativer 4K-Berechnung mit Raytracing auf einer Radeon RX 9070 XT. Entwicklern stehen ein aktualisiertes FSR-SDK und ein Unreal-Engine-Plugin zur Integration von Redstone zur Verfügung, auf Spielerseite schalten aktuelle Treiber die neuen Funktionen auf RX-9000-Grafikkarten frei.
Digital Foundry testete FSR Ray Regeneration(öffnet im neuen Fenster) bereits in Black Ops 7 und kommt zu einem durchwachsenen Fazit. Die Technik liefere stabilere Reflexionen bei bewegten Objekten und zeige weniger Artefakte als der bisherige Denoiser, ohne nennenswert mehr Leistung zu kosten.
Gleichzeitig wirke die erste Umsetzung unfertig, bleibe auf Reflexionen und einen Teil des Spiels beschränkt und erreiche bei Schärfe und Detailtreue noch nicht das Niveau von Nvidias DLSS Ray Reconstruction.
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