Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Upgrade nicht empfohlen: MacOS 15 Sequoia liefert allerhand Netzwerkprobleme

Nicht nur Security-Tools von Crowdstrike , Sentinelone und Microsoft machen unter MacOS 15 Probleme. Auch die integrierte Firewall blockiert mehr als erwartet.
/ Marc Stöckel
27 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein Macbook im Einsatz (Symbolbild) (Bild: pixabay.com / Pexels)
Ein Macbook im Einsatz (Symbolbild) Bild: pixabay.com / Pexels

Das erst vor wenigen Tagen veröffentlichte MacOS 15 Sequoia sorgt offenbar für weitreichende Netzwerkprobleme. Wie Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf Beschwerden(öffnet im neuen Fenster) auf mehreren Onlineplattformen berichtet, gibt es nach dem Update beispielsweise Funktionsstörungen bei Cybersecurity-Tools von Microsoft, Crowdstrike, Sentinelone und anderen Anbietern.

Das Cybersicherheitsunternehmen Crowdstrike hat für seine Kunden infolge dieser Störungen unter MacOS 15 einen Tech Alert bereitgestellt, der in einem Mastodon-Beitrag des Security-Reporters Dan Goodin(öffnet im neuen Fenster) zu sehen ist. Darin rät das Unternehmen davon ab, MacOS auf die neue Version zu aktualisieren, solange der hauseigene Falcon Sensor diese nicht unterstützt.

Die Probleme beruhen demnach darauf, wie die neue Systemversion mit bestimmten Netzwerkverbindungen umgeht. Betroffen sei nicht nur MacOS 15.0, sondern auch die aktuelle Betaversion 15.1.

Kein schneller Patch von Apple zu erwarten

Auch die Cybersecurity-Unternehmen Sentinelone und Eset sollen ihre Kunden vor entsprechenden Problemen gewarnt haben. Nutzerbeschwerden zufolge(öffnet im neuen Fenster) ist der Microsoft Defender für Mac ebenfalls betroffen.

Eine schnelle Lösung scheint es derweil nicht zu geben. Ein Crowdstrike-Ingenieur erklärte diesbezüglich gegenüber Techcrunch: "Wir verfolgen auch einige ähnliche Probleme bei anderen Anbietern und haben bei Apple Feedback eingereicht und einen Fall eröffnet. Wir würden uns freuen, wenn es einen schnellen Patch gäbe, der dieses Problem für uns löst, aber wir gehen davon aus, dass es keinen geben wird und wir das Problem in unserem Code mit einer neuen Sensor-Version lösen müssen."

Der Sicherheitsforscher Will Dormann warnte zudem in den letzten Tagen mehrfach vor Problemen mit der systeminternen Firewall von MacOS 15, die etwa dazu führen können, dass DNS-Anfragen einiger Anwendungen unterdrückt(öffnet im neuen Fenster) werden, große Downloads in Chromium-basierten Browsern unerwartet abbrechen(öffnet im neuen Fenster) oder das Webbrowsing gänzlich blockiert wird(öffnet im neuen Fenster) .

Apple war angeblich informiert

Wie der auf Apple-Systeme spezialisierte Sicherheitsforscher Patrick Wardle auf X erklärt(öffnet im neuen Fenster) , soll Apple schon vor Veröffentlichung von MacOS Sequoia von den Problemen gewusst haben. Mehrere Personen hätten diese im Vorfeld(öffnet im neuen Fenster) , etwa im Rahmen des Betaprogramms, an mehrere Teams innerhalb des Konzerns gemeldet. Dennoch habe Apple das Betriebssystem in diesem Zustand ausgeliefert.

"Ich verstehe, dass es eine Herausforderung ist, fehlerfreie Software zu schreiben, aber vielleicht wären wir alle besser dran, wenn Apple weniger Zeit und Geld für das Marketing und mehr Zeit für das tatsächliche Testen seiner Software aufwenden würde" , so Wardle gegenüber Techcrunch.


Relevante Themen