Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Kein Smartphone, ein Apple-Phone

Die Aussage, dass das iPhone 5s noch funktioniert, hat zwei Seiten. Zum Telefonieren, für Videoanrufe, Kurznachrichten, Podcasts, Navigation, sogar zum Video schauen und für einen kleinen Ausschnitt des Internets ist es gut zu gebrauchen. Die Bedingung: Das Ökosystem von Apple darf allenfalls über den klassischen Browser verlassen werden und im besten Fall gibt es im Bekanntenkreis und der Verwandtschaft viele weitere iPhones in Nutzung, mit denen sich kommunizieren lässt.

Externe Apps lassen sich dagegen überhaupt nicht nutzen. Wem also ein Telefon genügt, das nur ein paar wenige smarte Funktionen bietet, aber vor allem der Kommunikation dienen soll, für den würde das 13 Jahre alte Gerät genügen.

Aber Vorsicht: Eventuell schleicht sich doch eine App ein, die dann den Kauf eines neueren Modells erfordert. So gab die letzte bekannte Nutzerin eines iPhone 5s im näheren Bekanntenkreis das Telefon letztes Jahr ab. Grund war die Anschaffung eines Elektroautos, zu dessen vollständiger Steuerung die Herstellerapp nötig ist.

Familienfunktion sinnvoll nutzbar

Eine weitere Zielgruppe, die weniger an Banking- und Elektroautoapps interessiert sein dürfte und vielleicht nicht sofort mit allen denkbaren Social-Media-Zugängen konfrontiert werden soll, sind Jugendliche.

Vor allem das erste Smartphone dient zumeist der familieninternen Kommunikation. Mit integrierter Kamera, den Ortungsdiensten und dem sehr eingeschränkten Maß an Unterhaltung kann eine sanfte Heranführung an die Technik und deren Nutzung gelingen.

Hier hat Apple zudem den großen Vorteil, dass viele Jugendschutzfunktionen direkt im System integriert sind. Wichtig ist nur, ein eigenes Konto bei Apple für das Kind anzulegen und das korrekte Alter einzustellen.

Gemeinsam über den möglichen Zugriff entscheiden

Das eigene Konto für das Smartphone wird benötigt, weil es anschließend als Familienmitglied unter Familienfreigabe beim elterlichen Gerät hinzugefügt wird.

Dann lässt sich festlegen, am besten gemeinsam, welche Funktionen generell zur Verfügung stehen, welche Inhalte mit einer bestimmten Altersempfehlung zugänglich sind und wie die Bildschirmzeiten gestaltet sein sollen. Gibt es zum Beispiel Ruhezeiten, in denen nur noch essenzielle Funktionen wie Anrufe oder die Navigation verfügbar sind? Gibt es eine maximale Nutzungsdauer pro Tag oder Woche?

Auch der Zugriff auf zahlungspflichtige Inhalte lässt sich genau regeln. Zudem kann jederzeit um eine Erweiterung der Bildschirmzeit oder andere Freigaben gebeten werden. Schaden dürfte ein begleiteter Einstieg in die Smartphone-Nutzung sicherlich nicht.


Relevante Themen