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Gealtert, aber nicht zu alt

Abgesehen von winzigen Schrammen und vielen Kratzern haben wir Glück mit unserem Spontankauf auf dem Gebrauchtmarkt. Der Fingerabdrucksensor funktioniert tadellos, das Display schwächelt nur im Freien etwas, zeigt aber mittlerweile heftige Helligkeitsunterschiede.

Die Kamera schießt weiterhin ansehnliche Bilder, auch der Ton klingt noch ganz erträglich. Selbst der Akku hält knapp einen Tag, wobei ein Tausch sicherlich ratsam wäre. Weniger gut ist es der Frontkamera ergangen, deren Linse milchig geworden ist.

Insgesamt merkt man dem Gerät sein Alter kaum an, was zum ehemals stolzen Preis nicht komplett überraschen darf. An die Größe muss man sich aber erst wieder gewöhnen, vor allem beim Tippen auf der Bildschirmtastatur.

Software verlangt Einschränkungen

Bei der Inbetriebnahme gab es positive wie negative Überraschungen. Die übliche Einrichtung mithilfe eines anderen iPhones oder iPad verlief wie gewohnt. Das Update auf iOS 12.5.8 hingegen mussten wir manuell in iTunes ausführen.

Und die Verbindung zu Facetime gelang erst nach zahlreichen Fehlversuchen und nachdem zunächst nicht die neu angelegte Apple-ID zur Registrierung genutzt wurde.

Was überhaupt nicht funktionierte, war die Installation von Apps. Wir konnten nicht ein Programm entdecken, das sich mit iOS 12 abgefunden hätte. Auch unter iOS 15 war nichts zu finden, häufig ist mindestens iOS 18 Pflicht.

Onlinebanking, soziale Netzwerke, diverse Messenger und so weiter fallen also aus. Wegen den fehlenden Sicherheitsupdates wäre jedoch generell davon abzuraten, irgendetwas auf dem iPhone 5s zu installieren, das vertrauliche, persönliche Daten verteilen könnte.

Der Apple-Kosmos bietet viel

Die Programme, die bereits standardmäßig vorhanden sind, können allerdings erstaunlich viele Funktionen abdecken. Das beginnt bei der Navigation und führt weiter zu iMessage, worüber sich Nachrichten, Fotos und mehr verschicken lassen, wenn auch nur an andere Apple-Konten.

Und iTunes lässt sich genauso nutzen wie Podcasts, Apple Home, Apple TV oder News. Für Videoanrufe gibt es Facetime und auch Safari macht als Webbrowser weiterhin eine ganz ordentliche Figur.

Das Ökosystem von Apple kann mit dem alten iPhone praktisch nicht mehr verlassen werden. In ihm lässt es sich aber erstaunlich gut verwenden.

Internet wie früher

Weil darüber hinaus der Browser funktioniert, werden für so manchen Dienst überhaupt keine Apps benötigt. Aber auch hier gilt, dass die Software nicht mehr aktualisiert wird und dementsprechend Sicherheitslücken enthalten kann.

Stört das nicht, lassen sich unter anderem Youtube, Wikipedia, Tagesschau oder die Bild online besuchen. Alle von uns angeklickten Videos und Artikel wurden fehlerfrei wiedergegeben.

Andere Internetauftritte dagegen blieben mit dem veralteten Safari unerreichbar. Dazu gehören beispielsweise Golem, die Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender mit ihren Mediatheken oder auch Reddit. Deshalb lässt sich nicht ausschließen, dass auch die genannten Positivbeispiele irgendwann nicht mehr erreichbar sein werden.


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