Update-Verteilung pausiert: Neue Windows-11-Updates lassen Dell-PCs abstürzen
Die neuesten Windows-Updates bereiten Nutzern von Dell-PCs offenbar Probleme. Wie Microsoft auf seinem Release-Health-Dashboard(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, können sich betroffene Geräte stark erhitzen sowie einen erhöhten Stromverbrauch und verkürzte Akkulaufzeiten aufweisen. Zudem ist von möglichen Leistungseinbußen und unerwarteten Abschaltungen die Rede. Eine Korrektur ist in Arbeit.
Ursache für das Fehlverhalten sollen Kompatibilitätsprobleme zwischen einem Intel-Treiber und einer mit dem Windows-11-Vorschau-Update vom 23. Juni (KB5095093(öffnet im neuen Fenster)) eingeführten USB-C-Connection-Manager-Schnittstelle sein. Dell hatte diese Probleme wohl bei eigenen Tests festgestellt und anschließend an Microsoft gemeldet.
Wie verbreitet die Probleme sind und welche PC-Modelle von Dell sie genau betreffen, erläutert Microsoft nicht. Als anfällig gelten jedoch nur Systeme auf Basis von Windows 11 24H2 und 25H2. Diese zeigen den Angaben zufolge im Gerätemanager ein gelbes Ausrufezeichen neben dem Treiber "Intel Innovation Platform Framework Processor Participant" an.
Vorerst keine Juli-Patches für Dell-Nutzer
Ein Fix für das genannte Problem steht aktuell noch nicht zur Verfügung. Microsoft verspricht aber, gemeinsam mit Dell an einer Lösung zu arbeiten und diese "in den kommenden Tagen" mit einem Windows-Update zur Verfügung zu stellen. Bis dahin können sich Betroffene wohl nur damit behelfen, dass sie auf die jüngsten Windows-Updates verzichten.
Obwohl die Probleme erstmals mit dem Vorschau-Update KB5095093 für Windows 11 auftraten, ist auch das Juli-Update KB5101650(öffnet im neuen Fenster) betroffen. Dessen Verteilung hat Microsoft für betroffene Dell-Systeme aber vorerst pausiert, damit nicht unzählige weitere Nutzer plötzlich mit den Kompatibilitätsproblemen konfrontiert werden.
Einige Dell-Nutzer müssen sich folglich noch gedulden, bis sie die Juli-Updates installieren können. Sie bleiben damit einem erheblichen Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Denn ausgerechnet zum Juli-Patchday hat Microsoft einen neuen Rekord aufgestellt und über all seine Produkte hinweg 622 Sicherheitslücken geschlossen, davon 416 allein in Windows. Diese bleiben nun auf so manch einem Dell-PC vorerst ungepatcht.
- Anzeige Hier geht es zum Dell XPS 13 (9315) bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


