Update veröffentlicht: Corona-App ermittelt häufiger riskante Begegnungen

Die Corona-Warn-App will mit häufigeren Erinnerungen die Zahl der gemeldeten Infektionen erhöhen. 2021 soll eine Clustererkennung folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Häufigere Erinnerungen sollen die Hochladequote erhöhen.
Häufigere Erinnerungen sollen die Hochladequote erhöhen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Mit der neuen Version soll die Corona-Warn-App die Nutzer besser und schneller vor Risikokontakten warnen. "Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer in Version 1.7 eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten", teilten die Entwickler am Mittwoch mit. Weitere Ergänzungen sind für die kommenden Wochen geplant.

Stellenmarkt
  1. Senior Softwareentwickler Java / JavaScript / TypeScript (w/m/d) im Bereich Datenverarbeitung
    profiforms gmbh, Leonberg
  2. Service Manager (m/w/d) IT Security
    Witzenmann GmbH, Pforzheim
Detailsuche

Die Risikoermittlung erfolgt aber nur dann mehrmals täglich, wenn das Smartphone mit einem WLAN verbunden ist. Darüber hinaus werden die Nutzer nun per Meldung gebeten, die App zu öffnen, wenn in den zurückliegenden 36 Stunden keine Risikoermittlung durchgeführt werden konnte.

Positiv getestete Nutzer erhalten künftig zwei Stunden, nachdem sie das Testergebnis in der App geöffnet haben, eine Erinnerung, das Ergebnis zu teilen, sofern das noch nicht geschehen ist. Nach weiteren vier Stunden erfolgt eine zweite Erinnerung. Mit einem Klick auf die Erinnerung gelangen Nutzer direkt zur Funktion zum Teilen ihres Ergebnisses.

Ebenfalls neu sei ein "harmonischeres Zusammenspiel von App und QR-Code". Zusätzlich seien kleinere Bugs behoben worden. Unter anderem erscheint die Fehlermeldung "ExposureDetectionIsAlreadyRunning" in CWA Version 1.7 nicht mehr. Verbessert wurde auch die Eingabe eines zweiten Testergebnisses unter Android. Bislang war es erforderlich, die App zurückzusetzen, wenn nach einem vorangegangenen negativen Ergebnis ein weiterer Test eingetragen werden sollte. Durch das Zurücksetzen der App werden allerdings nicht die gespeicherten Kontakte gelöscht. Dies ist nur über die Google-Dienste möglich.

Wird die Clustererkennung beschlossen?

Golem Karrierewelt
  1. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In der Diskussion steht weiterhin eine Ergänzung der App um eine Clustererkennung. So heißt es laut Handelsblatt in einer Beschlussvorlage der Länder zu den weiteren Coronamaßnahmen: "Weitere Umsetzungen, wie die Einbindung eines Kontakttagebuchs und einer digitalen Anmeldefunktion für Gaststätten und bei Veranstaltungen werden aktuell geprüft und wenn möglich zeitnah in 2021 umgesetzt. In einem gemeinsamen Gespräch von Ministerpräsidenten und Bundesministern mit den Entwicklern der CWA sowie dem BfDI, dem BSI und beteiligten Wissenschaftlern wird zeitnah über weitere Umsetzungsmöglichkeiten beraten."

Eine solche Funktion könnte noch am Mittwoch beschlossen werden. Nach Angaben der Deutschen Telekom ist eine Auflistung aller Tage geplant, an denen es zu einer Risikobegegnung kam. Dabei soll auch die Information zur Anzahl der Begegnungen am jeweiligen Tag sowie die jeweilige Risikoeinschätzung (hoch/niedrig) übermittelt werden. Der exakte Termin zur Implementierung der Funktion steht derzeit noch nicht fest

Die App wurde seit ihrem Start Mitte Juni 22,8 Millionen Mal heruntergeladen. Seit diesem Zeitpunkt wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) fast vier Millionen Testergebnisse über die App übermittelt, darunter mehr als 74.000 positive. Allerdings stehen die Entwickler weiterhin vor dem Problem, dass fast 45 Prozent der Infizierten darauf verzichtet haben, ihre Schlüssel hochzuladen und damit andere Kontaktpersonen auf eine Risikobegegnung hinzuweisen. Das soll sich durch die neue Erinnerungsfunktion ändern.

Nachtrag vom 25. November 2020, 22:06 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder beschlossen am Mittwochabend in einer Videoschalte die Ergänzung der Corona-App um eine Clustererkennung. Zusätzlich zur oben zitierten Beschlussvorlage heißt es: "Dazu gehören auch mögliche Funktionen, bei denen optional zusätzliche Daten hinterlegt werden können, um die Nachvollziehbarkeit und Austausch mit den Gesundheitsbehörden zu verbessern."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 27. Nov 2020

So - heute abend ist das Update durchgelaufen - sofort die 1.7.1

treysis 26. Nov 2020

Schwierig. Woher soll die App denn wissen, wo du bist, wenn sie keinen Zugriff auf...

Müllhalde 26. Nov 2020

Da ich eigene Fahrzeuge habe, wird dieser Fall schlichtweg nicht eintreten. Und selbst...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: Verteiler von DNS:Net überhitzt wegen Telekom-Werbebanner
    Brandenburg
    Verteiler von DNS:Net überhitzt wegen Telekom-Werbebanner

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld sei ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen.

  2. Autonomes Fahren: Tesla entlässt fast 200 Autopilot-Mitarbeiter
    Autonomes Fahren
    Tesla entlässt fast 200 Autopilot-Mitarbeiter

    Tesla hat ein Büro aufgelöst, in dem die Daten aus dem System Full Self Driving verarbeitet werden. 200 Personen verlieren ihren Job.

  3. Elektroauto: Hyundai Ioniq 6 bekommt ein stromlininienförmiges Design
    Elektroauto
    Hyundai Ioniq 6 bekommt ein stromlininienförmiges Design

    Hyundai hat das Design des Ioniq 6 gezeigt. Mit einer aerodynamischen Karosserie und einem Innenraum mit Wohlfühlambiente soll das Elektroauto Kunden von Tesla abwerben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /