Update-Panne bei Microsoft: Auch Windows-10-Systeme lassen sich nicht runterfahren

Seit dem Januar-Patchday können einige Anwender ihre Windows-Systeme nicht mehr wie gewohnt herunterfahren oder in den Ruhezustand versetzen . Ursprünglich galt nur Windows 11 23H2 als betroffen. Inzwischen hat Microsoft die Liste betroffener Windows-Versionen jedoch erweitert(öffnet im neuen Fenster) . Sie umfasst nun auch das nach wie vor weit verbreitete Windows 10 22H2 sowie die LTSC-Versionen 2019 und 2021.
Das Problem betrifft laut Microsoft nur Geräte mit System Guard Secure Launch – ein Sicherheitstool, das beim Start des Systems vor Bedrohungen auf Firmware-Ebene schützt. Eigentlich sollte der Fehler längst behoben sein. Microsoft veröffentlichte am 17. Januar Notfallupdates , die unter anderem das Shutdown-Problem beseitigen sollten.
Danach kam es jedoch weiterhin zu Beschwerden von Nutzern, die ihre Systeme auch nach der Installation der Notfallupdates nicht herunterfahren oder in den Ruhezustand versetzen konnten. Am 30. Januar bestätigte Microsoft in seiner Liste bekannter Windows-Fehler(öffnet im neuen Fenster) , dass die Probleme weiterhin bestehen, sofern auf Secure-Launch-fähigen Endgeräten der Virtual Secure Mode(öffnet im neuen Fenster) (VSM) aktiv ist.
Ein Fix ist in Arbeit
Eine endgültige Lösung steht bisher nicht zur Verfügung. Microsoft versichert jedoch, an einer solchen zu arbeiten, so dass auch Windows-Systeme mit aktiviertem VSM künftig wieder normal heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt werden können. Der Fix soll, sobald verfügbar, über ein Windows-Update verteilt werden. Einen Zeitplan dafür nannte Microsoft allerdings bisher nicht.
Scheinbar etwas vorschnell hat der Konzern den zuvor genannten Workaround aus seiner Meldung entfernt. Ursprünglich hieß es dort, das Problem mit dem Herunterfahren betroffener Systeme lasse sich über die Eingabeaufforderung mit dem Befehl shutdown /s /t 0 umgehen. Warum Microsoft den Hinweis darauf entfernt hat, ist unklar. Möglicherweise funktionierte der Befehl bei einigen Nutzern auch nicht wie erhofft.



