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Update gegen Rogueplanet: Microsoft reagiert auf gefährlichen Defender-Exploit

Der Rogueplanet-Exploit verleiht Angreifern unter Windows weitreichende Systemrechte. Ein Update für den Microsoft Defender soll schützen.
/ Marc Stöckel
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Ein neues Update für den Microsoft Defender schützt vor einem gefährlichen Exploit. (Bild: pixabay.com / geralt)
Ein neues Update für den Microsoft Defender schützt vor einem gefährlichen Exploit. Bild: pixabay.com / geralt

Microsoft hatte schon Mitte Juni versprochen, an einem "High-Quality-Update" zu arbeiten, welches vor dem von Chaotic Eclipse geleakten Rogueplanet-Exploit schützen soll. Dieses Update ist nun verfügbar, wie Microsoft in einer aktualisierten Sicherheitsmeldung(öffnet im neuen Fenster) verkündet. Verteilt wird es als Definitionsupdate für den Microsoft Defender. Ein Windows-Update ist also nicht erforderlich.

Der Rogueplanet-Exploit nutzt eine als CVE-2026-50656(öffnet im neuen Fenster) registrierte Sicherheitslücke im Microsoft Defender aus. Die Lücke basiert auf einer Race Condition und ermöglicht es Angreifern, auf anfälligen Windows-Systemen ihre Rechte auszuweiten. Bei Erfolg erscheint nach Ausführung des Exploits eine Shell mit Systemrechten.

Mit der Microsoft Malware Protection Engine ab Version 1.1.26060.3008 soll die Ausnutzung von CVE-2026-50656 nicht länger möglich sein. In der Regel werden derartige Updates automatisch zeitnah über den Microsoft Defender verteilt. Wer trotzdem manuell nachhelfen will, findet alle dafür nötigen Informationen auf einer Informationsseite von Microsoft(öffnet im neuen Fenster).

Hintergrund zu Chaotic Eclipse

Rogueplanet ist nur einer von vielen Exploits, die der Sicherheitsforscher Chaotic Eclipse in den letzten Monaten veröffentlicht hat. Begonnen hatte die Leak-Serie im April mit dem Bluehammer-Exploit, danach folgten unter anderem Redsun, Undefend, Yellowkey, Greenplasma, Miniplasma und schließlich auch Rogueplanet.

All diese Exploits setzten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ungepatchter Sicherheitslücken in verschiedenen Windows-Komponenten wie dem Microsoft Defender oder Bitlocker an. Als Grund für die Leaks verwies Chaotic Eclipse wiederholt auf Streitigkeiten mit dem Microsoft Security Response Center (MSRC), zu denen er aber nie nähere Details nannte.


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