Upcycling: Alte Kampfjets in neue Drohnen zerlegen
Das luxemburgisch-britische Start-up Uplift360(öffnet im neuen Fenster) vermeldet, dass es eine Anschubfinanzierung in Höhe von 7,4 Millionen Euro für sein Projekt zur Wiederverwendung leistungsfähiger Materialien aus Militärtechnik erhält. Das Geld kommt unter anderem vom Nato Innovation Fund(öffnet im neuen Fenster) , aus dem von 24 Mitgliedern des Militärbündnisses technische Ideen in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und Resilienz unterstützt werden.
Uplift360 plant, auch Teile des Kampfjets Eurofighter Typhoon(öffnet im neuen Fenster) oder eines Transporthubschraubers AgustaWestland AW101(öffnet im neuen Fenster) für Drohnen und andere Fluggeräte einzusetzen. So sollen aus hochfesten Rotorblättern(öffnet im neuen Fenster) zum Beispiel die tragenden Strukturen zukünftiger Drohnen gefertigt werden.
Technik noch in der Entwicklung
Die entscheidende Innovation von Uplift360 soll in dem Recyclingprozess liegen. Der funktioniert mit wiederverwendbaren Lösungsmitteln und zudem bei Raumtemperatur unter Normaldruck. Gleichzeitig sollen Materialien wie Kevlar bei dem Vorgang keine Verschlechterung erfahren.
Ähnliches soll für Rotorblätter und weitere Komponenten gelten, schließlich seien diese laut Uplift360 ohnehin für eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit konstruiert worden. Das Verfahren soll somit die Versorgungssicherheit bei diesen begrenzten Ressourcen stärken.
Weitere Anwendungen denkbar
Mit der Finanzierung ist das Start-up laut CEO Sam Staincliffe in der Lage, die Skalierung der Technik voranzutreiben. Das soll schlussendlich der Stärkung Europas dienen und reale Probleme in der Lieferkette von besonders hochwertigen Materialien beseitigen.
Sollte das gelingen, könnten auch weitere Verbundstoffe aus Kohlenfaserstoffen so zerlegt werden, dass das Ausgangsmaterial direkt wieder genutzt werden kann. Die Flügel von Windrädern wären ein prominentes Beispiel.
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