UPC-Übernahme: Die Marken T-Mobile und Telering verschwinden

In Österreich wird es die Marke T-Mobile bald nicht mehr geben. Alles wird zu Magenta Telekom und der Discounter Telering fällt weg. Alle Marken bekommen eine neue Netzkennung.

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T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth stellt das neue Unternehmen vor.
T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth stellt das neue Unternehmen vor. (Bild: T-Mobile Austria)

T-Mobile Austria und UPC verschwinden in Österreich und werden durch die Marke Magenta und den Firmennamen Magenta Telekom ersetzt. Das gab T-Mobile Austria bekannt, die den Kabelnetzbetreiber UPC Austria für 1,9 Milliarden Euro gekauft hat. Auch der Mobilfunk-Discounter Telering soll spätestens Anfang des kommenden Jahres verschwinden, es soll nur noch Produkte von Magenta Telekom geben.

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"Wir sind nun ein neues Unternehmen und wollen die Zugehörigkeit zum deutschen Mutterkonzern verdeutlichen", sagte Unternehmenschef Andreas Bierwirth. Die neue Formierung neun Monate nach dem Zusammenschluss werde 20 Millionen Euro kosten. Gemeinsam brachten es T-Mobile Austria und UPC Austria im Jahr 2017 auf insgesamt 7,2 Millionen Anschlüsse in den Bereichen mobiler und Festnetz-Internetzugang, Telefonie, TV-, Video- und Unterhaltungsangebote. Für alle Kunden, auch bei der Zweitmarke Telering und der bisherigen UPC Mobile, wird die Netzkennung im Laufe der nächsten Wochen auf Magenta T wechseln.

Kabelnetz als Backhaul

"Das Kabelnetz wird bereits, wo es möglich ist, als Backhaul für Mobilfunk verwendet. Das war auch eine der erwünschten Synergien aus dem Zusammenschluss zwischen T-Mobile und UPC", sagte Pressesprecher Lev Ratner Golem.de auf Anfrage.

Das Koaxialkabelnetz wird mit Docsis 3.1 höhere Datenübertragungsraten bieten: Ab 7. Mai 2019 können rund eine Million Haushalte und Büros in Wien bis zu 1 Gigabit pro Sekunde statt bisher maximal 300 MBit/s erhalten. Außerhalb Wiens stehen Magenta-Kunden 500 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Magenta bringt in Österreich Smartphone-Tarife mit unlimitiertem Datenverbrauch, welche als 5G-Ready bezeichnet werden.

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Bierwirth betonte: "Wir wollen die digitale Kluft zwischen Stadt und Land schließen, darum haben wir unsere ersten 5G-Stationen vorwiegend in ländlichen Regionen eröffnet. 5G wird quasi die Glasfaser aus der Luft für den ländlichen Raum sein."

Die Europäische Kommission hatte die Übernahme ohne Auflagen genehmigt, weil sie wettbewerbsrechtlich unbedenklich sei und sich die Tätigkeiten und die Vermögenswerte der beteiligten Unternehmen weitgehend ergänzten. UPC Austria war eine Tochter von Liberty Global, dem weltgrößten Kabelnetzbetreiber.

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