Offizielle Handreichungen fehlen

Entsprechende Halbmasken mit Twinfiltern gibt es schon für rund 20 Euro im Baumarkt. Auch Wathosen statt Gummistiefel sowie Gummihandschuhe könnten in einem solchen Umfeld sinnvoll sein. Auf Anfrage von Golem.de, wie sich Helfer in solchen Situationen am besten schützen sollten, verwies uns der Deutsche Feuerwehr-Verband auf die Unfallkasse Rheinland-Pfalz, die den Nothelfern eine gesetzliche Unfallversicherung garantiert.

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Die Unfallkasse wiederum verwies auf Anfrage lediglich auf die Publikation Hygiene und Kontaminationsvermeidung bei der Feuerwehr (PDF). Daraus geht jedoch nicht hervor, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. Für künftige Hilfseinsätze von Freiwilligen wäre es jedoch sinnvoll, solche Handreichungen zu entwickeln und zu veröffentlichen. Denn leider ist zu befürchten, dass es wegen des Klimawandels in Zukunft häufiger zu Überschwemmungen und Flutwellen kommt.

Zwar fordern der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dass "Gefahrgüter und Schadstoffquellen wie Ölheizungen in Hochwasserrisikogebieten beschleunigt ausgetauscht" werden sollen. Doch es dürfte noch längere Zeit dauern, bis diese Forderungen umgesetzt sind.

Wichtig gegen Fake News

Eine weitere wichtige Funktion der genannten Seiten besteht auch darin, potenzielle Helfer über den Bedarf an Hilfe zu informieren. So gab es zwischenzeitlich Medienberichte, wonach Hilfe gar nicht mehr erwünscht sei und davon abgeraten werde, in das Gebiet zu reisen. Erst am Donnerstag hieß es auf der Seite von Helfer-Shuttle: "Entgegen irgendwelcher Fake News shuttlen wir weiterhin Helfer ins Tal und freuen uns über jeden Helfer, der sich auf den Weg zu uns in den Innovationspark-Rheinland in der Grafschaft macht." Von diesen in der Tat verbreiteten Berichten dürfte mancher Helfer von einem Einsatz abgeschreckt worden sein.

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Leider haben weder Ahrhelp.com noch Helfer-Shuttle.de auf Anfragen von Golem.de zu Fragen beantwortet, welcher technische oder personelle Aufwand hinter dem Betrieb der Webseiten steht. Zudem hätte uns interessiert, warum Sharetribe als Plattform gewählt wurde, wie aufwendig deren Administration ist und ob andere Anbieter in Erwägung gezogen wurden.

Gute Mobilversion wichtig

Ebenfalls hätte uns interessiert, welche Funktionen zusätzlich gewünscht würden, wie beispielsweise der genannte Suchalarm. Hilfreich für Helfer und Betroffene könnten zudem regelmäßige Newsletter sein, um über die Situation an der Ahr und den Hilfebedarf zu informieren. Wichtig ist bei solchen Tools ein Responsive Design mit einer guten Mobilversion, denn es ist zu erwarten, dass die meisten Helfer sie vor allem per Smartphone nutzen.

Was, wenn wir einfach die Welt retten?: Handeln in der Klimakrise

Unbeantwortet blieb zudem die Frage, auf welchem Weg die Helfer die einzelnen Webseiten finden. Hier dürften am Anfang vor allem die sozialen Netzwerke und auch die Medien ein wichtige Rolle spielen. Gibt man bei Google beispielsweise "Ahr helfen" ein, taucht keines des genannten Angebote auf der ersten Seite der Suchergebnisse auf.

Warum gibt es keine Helfer-App?

Insgesamt stellen die genannten Webseiten jedoch ein wichtiges Werkzeug dar, um Hilfe zu koordinieren und Helfer und Betroffene zusammenzubringen. Zusätzliche Informationen für die Helfer wären jedoch an einigen Stellen sinnvoll. Dies betrifft unter anderem Anreise- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie den besseren Eigenschutz bei bestimmten Einsätzen.

Der Rückgriff auf fertige Lösungen wie Sharetribe ermöglicht eine schnelle Implementierung des Angebots. Letzteres spricht auch gegen die Entwicklung einer eigenen App für eine solche Situation. Das wäre wohl nur machbar, wenn es vorbereitende Lösungen gäbe. Ob diese den webbasierten Programmen überlegen wäre, ist jedoch fraglich.

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