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Religiöser Kult, eine KI als einzige Rettung und über allem: der Schimmer

4. APOSTLE (2018)

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Nach den Action-Knallern The Raid und The Raid 2 hat sich Regisseur Gareth Evans mit Apostle auf ganz anderes Terrain begeben. Er erzählt hier extrem atmosphärisch, auch ein wenig langsam, aber so, dass er die Zuschauer mit der vorherrschenden unheimlichen Stimmung in seinen Bann zieht.

Der Film spielt im Jahr 1905. Die Hauptfigur Thomas Richardson (Dan Stevens) zieht los, um auf einer Insel seine Schwester aus den Fängen eines religiösen Kults zu befreien. Doch stellt sich schon bald die Frage, ob dieser Kult nicht auf etwas Realem basiert.

Es ist eine Geschichte darüber, wie der Mensch Religion beziehungsweise Glauben korrumpiert, um sie zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Kombiniert ist das alles mit einem heidnischen Unterbau, der an den britischen Klassiker The Wicker Man erinnert. Am Ende ist das, was der Mensch dem Menschen anzutun bereit ist, grausiger als alles, was ein übernatürliches Böses bereithalten könnte.

3. BIRD BOX (2018)

Susanne Bier ist eigentlich als Regisseurin bekannt, die sich eher für Dramen interessiert. Dass sie einen phantastischen Film wie Bird Box inszenierte, ist darum umso interessanter. Vordergründig handelt es sich bei Bird Box um einen Apokalypse-Film, aber die Geschichte und auch die Beziehungsstruktur der Figuren dockt an den Mechanismen eines echten Dramas an.

Die Handlung: Fünf Jahre, nachdem zum ersten Mal eine Präsenz auf der Erde erschienen ist, die Menschen durch ihren bloßen Anblick dazu treibt, sich selbst umzubringen, sucht eine Frau mit ihren Kindern nach einer Zuflucht, wo man angeblich vor dieser Gefahr sicher ist. Aber der Weg ist gefährlich, zumal nicht jeder durch den Anblick der Präsenz zum Selbstmörder wird. Manche werden auch wahnsinnig und wollen anderen helfen, die Wahrheit zu sehen.

Mit Sandra Bullock gut besetzt, mutet dieser Film an, als hätte er auf die große Leinwand gehört. Bird Box ist spannendes, mit einer interessanten Prämisse arbeitendes Apokalypse-Kino, das im Grunde das Begleitwerk zu A Quiet Place ist. Wo man dort nicht reden darf, darf man hier nicht sehen.

2. TAU (2018)

Tau ist ein Buchstabe des griechischen Alphabets und wird als Symbol für Leben genutzt. Das ist mehr als passend, da es in diesem Film auch um die Frage darum geht, wo künstliche Intelligenz endet und künstliches Leben beginnt.

Die Handlung wird im Wesentlichen von der Hauptfigur Julia (Maika Monroe) getragen. Sie ist eine Gefangene des Genies Alex (Ed Skrein) und muss die künstliche Intelligenz TAU überlisten, die ihr rätselhafter Entführer entwickelt hat. Der wiederum will das Projekt mit Julias - unfreiwilliger - Hilfe abschließen.

TAU ist mit einem Bataillon aus Drohnen und Robotern bewaffnet, zwingt Julia bestimmte Aufgaben auszuführen und droht ihr mit Schmerzen. Die Wände der Anlage, in der Julia festgehalten wird, sind mit Gittern verkleidet und trennen von der Außenwelt. Julia muss Einfallsreichtum und Mut beweisen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen. Sie versucht, die Grenzen zwischen Menschen und Maschine zu überbrücken und sich mit TAU zu verbinden.

Das Setting des in Belgrad gedrehten Films ist ein elaboriert gestaltetes, futuristisches Haus, das - anders als sonst bei solchen Filmen üblich - nicht in klinisch-sterilem Weiß, sondern in erdigen Tönen gehalten ist. Das hilft der Stimmung ungemein.

Hauptdarstellerin Maika Monroe muss über weite Strecken allein spielen, weil sie nur mit TAU in Interaktion tritt. Es sind interessante Gespräche, die sich daraus entwickeln. Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um den Spannungsaspekt mit der gefangenen Frau, sondern auch um philosophische Themen. Julias einziger Ausweg ist nämlich, TAU quasi zu der Erkenntnis zu bringen, dass er ein Sklave seines Schöpfers ist.

Damit werden interessante Fragen aufgeworfen, die mit der Erschaffung von künstlicher Intelligenz zu tun haben. Darüber, wann sie mehr als nur eine Intelligenz ist, wann sie zu einer Person wird und wann sie sich in gewisser Weise emanzipieren muss, so wie es Kinder im Hinblick auf ihre Eltern auch tun müssen.

1. AUSLÖSCHUNG (2018)

Protagonist in Auslöschung ist etwas, das der Schimmer genannt wird. Es überzieht einen großen Landstrich, weitet sich aus - und hinterlässt ein Gebiet, in dem die Natur selbst umgeschrieben wird, und in dem nichts ist, wie man es kennt. Über längere Zeiträume hinweg wurden immer wieder Soldaten und Forscher dorthin geschickt, doch keiner kam zurück - mit Ausnahme eines Mannes namens Kane (Oscar Isaac). Doch er ist todkrank.

Seine Frau Lena (Natalie Portman), eine Biologin, wird für ein fünfköpfiges Team bestehend aus einer Psychologin, einer Anthropologin, einer Physikerin und einer Sanitäterin rekrutiert, das in den Schimmer geschickt wird, um mehr über das Phänomen herauszufinden.

Der auf dem ersten Roman eines Mehrteilers von Jeff VanderMeer basierende Film ist ein faszinierendes Erlebnis, wie wir bereits 2018 in unserer Rezension von Auslöschung feststellten - und genau die Art Science-Fiction, die man von einem Regisseur wie Alex Garland erwarten darf, der mit Ex Machina einen der besten Genre-Filme der letzten Jahre abgeliefert hat.

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Die Geschichte ist mysteriös und sie wird im Verlauf der Erzählung nicht wirklich klarer. Garland zieht den Zuschauer ebenso wie die Protagonistinnen in den Schimmer hinein, in dem die Realität surreal und die Logik ausgehebelt wird. Das macht den Film auf einer narrativen Ebene herausfordernd, er ist aber auch eine visuelle Pracht. Denn die Welt innerhalb des Schimmers, die hier erschaffen wird, ist von ihrer Flora und Fauna so einzigartig und ungewöhnlich, wie sie es auch bei Avatar war.

Auslöschung ist ein bizarres Science-Fiction-Meisterwerk, das man nur lieben oder hassen kann - dazwischen gibt es nichts. Es biedert sich dem Publikum nicht an, sondern ist ein intensives Erlebnis, das auf vielerlei Art gelesen werden kann, auch und gerade in Hinblick auf die Themen Depression und Selbstzerstörung, die die Figuren in diesem Film antreiben.

Auslöschung nutzt die fünf Frauen als Chiffren für verschiedene Phasen einer Depression, nach der ein Mensch, der sie durchlebt hat, nicht mehr der ist, der er war. Entsprechend befasst sich Garlands Film auch mit der Frage nach der eigenen Identität und wann man aufhört, man selbst zu sein - oder ob das überhaupt jemals der Fall ist.

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 Eine Zeitschleife, ein Paradoxon, eine Zombie-Apokalypse
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Sil53r Surf3r 27. Dez 2020 / Themenstart

Kein Wunder. Die Vorlage ist von Stephen King. Diesem Autor, der sich morgens beim...

up.whatever 27. Dez 2020 / Themenstart

Sorry, aber der Satz ist Blödsinn. "Auslöschung" ist ein mittelmäßiger Film in einem...

Sil53r Surf3r 27. Dez 2020 / Themenstart

Naja, nicht jeder hat das Talent, unterhaltsame Filme zu drehen. Viele schaffen es ja...

alextst 26. Dez 2020 / Themenstart

... obwohl ich viele Filme schaue. Coole Zusammenfassung. Ist übrigens der erste Golem...

Sil53r Surf3r 26. Dez 2020 / Themenstart

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