Unu Scooter im Test: Der flotte E-Roller mit Reichweitenangst

Unus aktueller E-Roller steuert sich dank guter Beschleunigung spritzig durch die Stadt - an vielen Stellen finden wir die Ausstattung aber unzureichend.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Unu Scooter unterwegs (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unu gehört mit seinen Elektro-Motorrollern zu den Pionieren des Marktes im Deutschland. Das Unternehmen aus Berlin bietet genau ein Modell in zwei Varianten an und verzichtet auf eine breitere Modellpallette. Nach dem Unu Classic ist seit über einem Jahr das aktuelle Modell Unu Scooter erhältlich, wahlweise mit einem 3.000-Watt-Motor oder einem 4.000-Watt-Motor.

Inhalt:
  1. Unu Scooter im Test: Der flotte E-Roller mit Reichweitenangst
  2. Starten ohne Schlüssel
  3. Zügige, aber angenehme Beschleunigung
  4. Unu Scooter: Verfügbarkeit und Fazit

Wir haben uns den Unu für zwei Wochen ausgeliehen und sind mit ihm durch Berlin gebraust. Der Hersteller setzt bei dem Roller auf einfache Bedienung und keinen Schnickschnack - verglichen mit anderen Elektro-Mopeds im Preissegment zwischen 3.000 und 4.000 Euro vermissen wir beim Unu-Roller aber zahlreiche Funktionen, was das Moped trotz toller Fahreigenschaften zu einem schwierigen Kandidaten bei der Endbewertung macht.

Verglichen mit den Rollern des chinesischen Unternehmens Niu setzt Unu bei seinem Modell voll auf Kurven: Der Unu hat keine Ecken und Kanten, stattdessen dominieren Schwünge und Bögen das Design. Das sieht gut aus und erinnert durchaus an ein klassisches Rollerdesign. Anders als bei seinem ersten Modell hat Unu den aktuellen Roller komplett selbst entworfen, gebaut wird er aber wie der erste in China.

Leicht und einfach zu fahren

Mit 81,5 Kilo ist der Unu verhältnismäßig leicht, zudem ist er niedriger als etwa der MQi GT von Niu. Entsprechend ist es für kleinere Personen angenehmer, ihn zu fahren. Dank des verhältnismäßig geringen Gewichts fährt sich der Roller zudem sehr spritzig, was auch an der zügigen, aber dennoch nicht ruckartigen Beschleunigung liegt. Lediglich den Wendekreis hätten wir uns etwas enger gewünscht.

  • Die Unterschiede zum ersten Modell von Unu sind deutlich: Das alte Modell hatte ein etwas altmodischeres Design. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Akku des aktuellen Unu Scooters lässt sich bequem in einer Ladestation aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladestand wird über einen LED-Ring angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter hat keine nennenswerten Ecken oder Kanten, das Design ist insgesamt sehr rund. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ermöglicht mit einer vollen Ladung eine Reichweite von 40 Kilometern - das ist nicht allzu viel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Spiegel sind an einer ausreichend langen Halterung angebracht und ermöglichen einen guten Blick nach hinten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fußrasten sind ausklappbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Display werden unter anderem der Akkustand und die Geschwindigkeit angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter die Sitzbank des Unu passen zwei Akkus, zusätzlich gibt es ein großes Staufach. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktisch finden wir auch die eingebauten Taschen unter der Sitzbank. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter ist ein relativ leichtes Elektro-Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter lässt sich dank guter Motorleistung zügig fahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Unu Scooter ist ein relativ leichtes Elektro-Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Unser Testmodell ist mit einem 4.000-Watt-Motor von Bosch ausgestattet, es handelt sich also um die stärkere Variante für 4.000 Euro. Die Version mit 3.000 Watt kostet 3.300 Euro. Der Unu fährt maximal 45 km/h, ist also mit einem B-Klasse-Führerschein oder auch mit einem Führerschein der Klasse AM fahrbar. Der eingebaute Akku stammt von LG und hat 1,78 kWh, die Reichweite gibt Unu mit bis zu 50 Kilometern an - dazu später mehr.

Der Akku wird unter der Sitzbank in eine Halterung geschoben, Kabel müssen wir keine anstecken - das ist praktisch. Es ist auch Platz für einen zweiten Akku, das Akkumanagement ist aber unlogisch, wie wir im Laufe des Tests merken werden. Geliefert wird der Unu nur mit einem Akku, der zweite kostet 800 Euro extra. Neben den Akkus befindet sich ein großes Staufach, in das durchaus zwei Helme und auch Einkaufstaschen passen. Mehr Stauraum bieten nur wenige Elektroroller.

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Korbeyn 07. Sep 2021 / Themenstart

Manch einer kauft Dinge nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht nach Fahrspa...

AntonZietz 05. Sep 2021 / Themenstart

Niu hat ja viele Modelle, technisch direkt vergleichbar ist der Niu MQi+: - billiger...

T2FZ3 31. Aug 2021 / Themenstart

Hm... also ich muss sofort denken, der typische Schrott aus Deutschland. Zwar könnte der...

Kadjus 31. Aug 2021 / Themenstart

Ich bin eine Zeit lang 400er Roller gefahren. Der fährt 140. Selbst wenn man schon mit...

che (Golem.de) 31. Aug 2021 / Themenstart

Stimmt natürlich, danke!

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