Zügige, aber angenehme Beschleunigung

Die Standardbeschleunigung bei unserem 4.000-Watt-Modell ist sehr gut: Der Roller zieht an der Ampel bestimmt, aber nicht ruckartig an und weist auch nahe der Maximalgeschwindigkeit noch genügend Reserven auf. Zusammen mit dem relativ geringen Gewicht ergibt das ein tolles Fahrgefühl. Das 11 Zoll große Hinterrad bietet zusammen mit dem 10-Zoll-Vorderrad ausreichend Grip, verbaut werden Reifen von Heidenau (K80 SR).

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Der Unu hat vorne und hinten hydraulische Scheibenbremsen, die beherzt zupacken und den Roller schnell zum Halten bringen. Die Federung des Unu ist ausreichend, stärkere Unebenheiten werden aber durchaus an unser Hinterteil weitergegeben. Vom Fahrgefühl ist der MQi GT von Niu aufgrund des hohen Gewichtes und des etwas schwächeren Motors (3.000 Watt) etwas weniger spritzig, dafür aber komfortabler als der Unu. Für die Stadt empfinden wir den Unu aber durchaus als idealen kleinen Flitzer.

Wir haben zu unserem Testgerät einen zweiten Akku dazubekommen, den wir im zweiten Akkufach unter der Sitzbank verstauen können. In der Parkposition werden uns die Akkustände beider Akkus grafisch und in Prozent angezeigt; klappen wir den Ständer ein und wechseln in den Fahrmodus, verschwindet die untere Akkuanzeige und es wird nur noch die obere eingeblendet. Der zweite Akku reduziert die Reichweitenangst natürlich ungemein, er kostet aber auch nicht unerhebliche 800 Euro extra.

Umständliches Akku-Management

Anfänglich gingen wir davon aus, dass der Unu so clever ist und einfach auf den zweiten Akku umschaltet, wenn der erste leergefahren ist. Anders als der MQi GT zapft der Roller nicht beide Akkus gleichzeitig an. Etwas verwundert waren wir, als wir auf dem Unu in den Akkuschonmodus wechselten und sich der Stand des ersten Akkus immer näher an die Null bewegte - ohne dass der zweite Akku aktiviert wurde.

  • Die Unterschiede zum ersten Modell von Unu sind deutlich: Das alte Modell hatte ein etwas altmodischeres Design. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Akku des aktuellen Unu Scooters lässt sich bequem in einer Ladestation aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladestand wird über einen LED-Ring angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter hat keine nennenswerten Ecken oder Kanten, das Design ist insgesamt sehr rund. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ermöglicht mit einer vollen Ladung eine Reichweite von 40 Kilometern - das ist nicht allzu viel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Spiegel sind an einer ausreichend langen Halterung angebracht und ermöglichen einen guten Blick nach hinten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fußrasten sind ausklappbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Display werden unter anderem der Akkustand und die Geschwindigkeit angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter die Sitzbank des Unu passen zwei Akkus, zusätzlich gibt es ein großes Staufach. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktisch finden wir auch die eingebauten Taschen unter der Sitzbank. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter ist ein relativ leichtes Elektro-Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter lässt sich dank guter Motorleistung zügig fahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Akku des aktuellen Unu Scooters lässt sich bequem in einer Ladestation aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Was wir erst dann feststellten: Der Unu hat zwar eine wenig sinnvolle Lichtautomatik, eine Akkuautomatik gibt es aber nicht. Wir müssen anhalten, wenn der erste Akku leer ist, und diesen gegen den zweiten, vollen Akku tauschen. Das bedeutet absteigen, Sitzbank auf, leerer Akku raus und voller Akku rein. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sich auch die Kontakte der beiden Schächte: Beim zweiten kann der Unu zwar den Akkustand erkennen, den Akku aber nicht zum Fahren verwenden.

Ein Akku reicht bei unserem Modell für eine Reichweite von gut 40 Kilometern - also zehn Kilometer weniger, als der Hersteller angibt. Möglicherweise sind mit dem 3.000-Watt-Modell 50 Kilometer drin, mit unserem 4.000-Watt-Roller haben wir dies in der Stadt nicht geschafft. Angesichts dessen, dass Käufer für 4.000 Euro nur diesen einen Akku erhalten, halten wir eine Reichweite von 40 Kilometern für etwas zu niedrig.

Auch dass wir bei einem Roller für 4.000 Euro die Akkus manuell wechseln müssen, finden wir mindestens ungewöhnlich. Das ist auch vor dem Hintergrund schade, dass wir die Akkukonstruktion beim Unu ansonsten eigentlich sehr gut finden. Ein Unu-Akku wiegt 10,5 Kilo, ist sehr schmal und dank eines großen Handgriffs sehr gut zu transportieren. Da wir keine Kabel anschließen müssen, lässt sich der Akku leicht wechseln.

Akku-Ladesystem ist simpel, braucht aber lange

Ebenso unkompliziert ist der Akku zu laden: Unu liefert mit seinem Roller eine Ladestation mit, in die wir den Akku einfach hineinstellen. Der aktuelle Ladestand wird über einen LED-Ring an der Oberseite angezeigt. Die Ladestation hat keinen Lüfter, was gegenüber dem Ladegerät des MQi GT einen Vorteil bei der Lautstärke bedeutet. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass wir viel länger brauchen, um einen Unu-Akku zu laden: Der Hersteller gibt die Ladezeit mit sieben Stunden an, was wir bestätigen können. Unsere zwei Akkus des MQi GT laden wir zusammen in ungefähr vier Stunden auf.

Gleichzeitig beide Akkus des Unu können wir nicht laden - da aber auch nicht beide gleichzeitig beim Fahren entladen werden, haben wir diese Möglichkeit auch nicht gebraucht. War ein Akku leer, haben wir ihn mit in die Wohnung genommen, aufgeladen und beim nächsten Mal wieder mitgenommen und in das Reservefach gesteckt. Der Unu hat übrigens noch eine eingebaute Notbatterie, die es uns ermöglicht, das elektrische Schloss der Sitzbank auch dann noch zu öffnen, wenn wir beide Akkus entnommen haben. Diese sollte allerdings nicht leerlaufen - ansonsten geht die elektronisch gesteuerte Sitzbank nicht mehr ohne Kundendienst auf.

Eine Alarmanlage hat der Unu übrigens nicht, auch gibt es keine Möglichkeit für Nutzer, den Roller zu tracken. Zwar ist er über eine eingebaute SIM-Karte stets online, diese Netzwerkverbindung dient aber aktuell nur für Updates. Unu hat uns mitgeteilt, dass mit der Veröffentlichung der App zunächst auch keine Alarmanlage angeboten werden wird - der Hersteller ist mit Versprechungen vorsichtig geworden, nachdem man zum Start des Rollers die App noch vollmundig ankündigte, aber nichts liefern konnte.

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 Starten ohne SchlüsselUnu Scooter: Verfügbarkeit und Fazit 
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Korbeyn 07. Sep 2021 / Themenstart

Manch einer kauft Dinge nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht nach Fahrspa...

AntonZietz 05. Sep 2021 / Themenstart

Niu hat ja viele Modelle, technisch direkt vergleichbar ist der Niu MQi+: - billiger...

T2FZ3 31. Aug 2021 / Themenstart

Hm... also ich muss sofort denken, der typische Schrott aus Deutschland. Zwar könnte der...

Kadjus 31. Aug 2021 / Themenstart

Ich bin eine Zeit lang 400er Roller gefahren. Der fährt 140. Selbst wenn man schon mit...

che (Golem.de) 31. Aug 2021 / Themenstart

Stimmt natürlich, danke!

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