Starten ohne Schlüssel

Wer den Unu zum ersten Mal fährt, wird sich möglicherweise wundern, wo der Schlüssel hineingesteckt wird. Die Antwort ist: nirgendwo, der Roller setzt komplett auf ein Kartensystem. Wir müssen die Startkarte an den Rand des ausreichend großen Displays halten, um den Roller zu entsperren und zu starten. Die Lenkersperre wird ebenfalls komplett elektronisch gesteuert und entsprechend mit einem leisen Surren deaktiviert. Im Fußraum befindet sich entsprechend kein Zündschloss, sondern nur ein Haken für eine Tasche. Einen USB-Anschluss hat der Roller übrigens nicht, wir können während der Fahrt kein Smartphone laden.

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Nachdem wir die Karte an das Display gehalten haben, können wir mit dem Roller direkt losfahren - eine Sicherung wie etwa den Ready-Schalter bei Niu gibt es nicht. Entsprechend müssen wir beim Schieben des Unu vorsichtig sein, um nicht aus Versehen Gas zu geben. Die einzige Sicherung ist der Seitenständer: Ist dieser ausgeklappt, reagiert der Beschleunigungsgriff nicht. Wir hätten uns noch eine zusätzliche Sicherung gewünscht. Der Seitenständer ist übrigens die einzige Möglichkeit, den Unu abzustellen. Einen Hauptständer, wie ihn viele andere Mopeds und auch das erste Unu-Modell besitzen, hat der aktuelle Roller nicht.

Sehr spartanischer Lenker

Nachdem wir auf der komfortabel geschnittenen Sitzbank Platz genommen haben, blicken wir auf die Bedienelemente des Unu und stellen fest: Hier gibt es nicht viel zu sehen. Unu fährt bei seinem Roller das Konzept, dass er möglichst einfach zu bedienen sein soll. Entsprechend wenig können wir als Fahrer einstellen, was wir nicht unproblematisch finden.

  • Die Unterschiede zum ersten Modell von Unu sind deutlich: Das alte Modell hatte ein etwas altmodischeres Design. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Akku des aktuellen Unu Scooters lässt sich bequem in einer Ladestation aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladestand wird über einen LED-Ring angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter hat keine nennenswerten Ecken oder Kanten, das Design ist insgesamt sehr rund. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ermöglicht mit einer vollen Ladung eine Reichweite von 40 Kilometern - das ist nicht allzu viel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Spiegel sind an einer ausreichend langen Halterung angebracht und ermöglichen einen guten Blick nach hinten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fußrasten sind ausklappbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Display werden unter anderem der Akkustand und die Geschwindigkeit angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter die Sitzbank des Unu passen zwei Akkus, zusätzlich gibt es ein großes Staufach. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktisch finden wir auch die eingebauten Taschen unter der Sitzbank. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter ist ein relativ leichtes Elektro-Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Unu Scooter lässt sich dank guter Motorleistung zügig fahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Unu Scooter hat keine nennenswerten Ecken oder Kanten, das Design ist insgesamt sehr rund. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

So wird die Lichtsteuerung des Unu komplett vom Roller selbst übernommen - wir haben keine Möglichkeit, das Abblendlicht manuell einzuschalten. Ein Fernlicht hat das Moped nicht, was in der Stadt zunächst unproblematisch klingt; aus Erfahrung wissen wir aber, wie sehr wir die Lichthupe unseres Hauptgefährts, eines Niu MQi GT, als Alternative zur Hupe zu schätzen wissen. Dank fehlendem Fernlicht hat der Unu auch keine Lichthupe.

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Bedienelemente gibt es am Lenker nur drei: den Blinkerwahlschalter, die Hupe und die Verriegelung für die Sitzbank, die ebenfalls elektronisch gesteuert wird. Eine Warnblinkanlage gibt es ebenso wenig wie einen Kill-Switch oder einen Tempomaten, was bei anderen Rollern dieser Preisklasse zur Ausstattung gehört. Der Blinkerwahlschalter ist zudem komplett manuell, wir müssen zum Blinken also den Schieber in die jeweilige Richtung schieben und danach selbst wieder in die Nullposition bewegen. Das finden wir ein wenig anachronistisch.

Ein Blick auf das Display verrät uns außerdem nicht viel. Wir können den Akkustand einsehen, während des Fahrens allerdings nicht in Prozent, sondern nur als Grafik. Dazu gibt es eine Geschwindigkeitsanzeige, eine Leistungsanzeige, eine Darstellung der Rekuperationskräfte und die Uhrzeit. Blinken wir, sehen wir auf dem Bildschirm einen großen Pfeil; ein akustisches Signal gibt es nicht, wir können auch keines einstellen.

Die Reichweitenangst fährt mit

Sehr unpraktisch finden wir, dass wir beim Unu keinen Überblick über die Restreichweite des Akkus haben. Das machen andere Hersteller wie Niu zwar auf dem Display nicht anders, dort gibt es allerdings eine App, in der wir die Reichweite direkt ablesen können. Die ursprünglich für den Unu angekündigte App ist immer noch nicht erschienen, Ende des Jahres soll es dann so weit sein - die Restreichweite soll dort aber auch nicht angezeigt werden.

Beim Fahren bleibt uns damit nichts anderes übrig, als unsere restliche Reichweite anhand der grafischen Akkuanzeige zu schätzen. Fällt der Akku des Unu unter zehn Prozent, wird die Beschleunigung reduziert - nicht allerdings die Maximalgeschwindigkeit, was wir besonders im Stadtverkehr sehr hilfreich finden. Die Roller von Niu fahren unter 15 Prozent Akkustand nur noch mit maximal 25 km/h, womit man in Städten ein Verkehrshindernis sein kann.

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 Unu Scooter im Test: Der flotte E-Roller mit ReichweitenangstZügige, aber angenehme Beschleunigung 
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Korbeyn 07. Sep 2021 / Themenstart

Manch einer kauft Dinge nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht nach Fahrspa...

AntonZietz 05. Sep 2021 / Themenstart

Niu hat ja viele Modelle, technisch direkt vergleichbar ist der Niu MQi+: - billiger...

T2FZ3 31. Aug 2021 / Themenstart

Hm... also ich muss sofort denken, der typische Schrott aus Deutschland. Zwar könnte der...

Kadjus 31. Aug 2021 / Themenstart

Ich bin eine Zeit lang 400er Roller gefahren. Der fährt 140. Selbst wenn man schon mit...

che (Golem.de) 31. Aug 2021 / Themenstart

Stimmt natürlich, danke!

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