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Socke mit Bluetooth

Noch einen Schritt näher ans Baby geht etwa das US-Unternehmen Owlet. Mit der "Smart Sock 2" kann der Gesundheitszustand der Heranwachsenden während des Schlafs überwacht werden. Eine kleine Socke wird dazu mit einem Sensor ausgerüstet, der den Herzschlag und die Sauerstoffsättigung des Babys misst. Die Smart Sock 2 gibt es seit März dieses Jahres, eine frühere Version seit etwa drei Jahren.

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Diese Daten werden per Bluetooth an eine Basisstation übertragen. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 35 Metern an. Die Basisstation leuchtet bunt auf und gibt auch einen Signalton aus, wenn die gemessenen Werte von der Norm abweichen. Der Hersteller legt Wert auf die Feststellung, dass hier nur medizinisch erprobte Technologie zum Einsatz komme. In mehr als hundert Fällen habe der Einsatz der smarten Socken bereits dazu geführt, dass Eltern mit dem Kind einen Arzt aufsuchten, der eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit feststellen konnte.

"Mehr Daten, weniger Sorgen"

Eltern bekommen mit dem Kauf des Gerätes nur Zugriff auf die Echtzeitdaten. Wer auch die historischen Angaben und weitere datengestützte Analysen haben möchte, muss dafür einen Zusatzdienst abonnieren - das Motto im Prospekt: "Mehr Daten, weniger Sorgen". In den USA kostet das Gerät 299 US-Dollar ohne Steuern, in Deutschland soll es im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Derzeit bereite man die für Europa vorgesehenen Server vor, die in Deutschland stehen sollen, teilt Owlet mit.

Die Innovationen machen auch vor den Gefährten der Kinder nicht halt. Natürlich gibt es Kinderwagen mit integriertem Akkupack, um das Smartphone aufzuladen. Ein zum Joggen geeigneter Kinderwagen der Firma Marathon geht allerdings darüber hinaus. Auf einem kleinen Display, das an einen gewöhnlichen Fahrradtacho erinnert, kann neben der Geschwindigkeit und der zurückgelegten Strecke auch die aktuelle Herzfrequenz der Eltern und die Anzahl der verbrannten Kalorien angezeigt werden. Das alles könnte natürlich auch ein kinderwagenunabhängiges Wearable erledigen.

Bei anderen Geräten hingegen stehen Entertainment und Sicherheit der Kinder im Vordergrund. Die chinesische Firma Luminex hat ein automatisches Bremssystem entwickelt. Bei diesem müssen Eltern stets den Bügel des Kinderwagens umfassen, damit dieser sich bewegen kann. Im Test funktioniert das System: Selbst wenn wir den Wagen mit viel Kraft anschieben, bleibt er nach weniger als einem Meter Fahrweg automatisch stehen. Der Bügel beherbergt außerdem Steuerelemente für die Wiedergabe von Musik per Bluetooth - über zwei kleine Lautsprecher im Passagierabteil des Wagens. Kleine LEDs am Kinderwagen werden als Sicherheitslicht angepriesen, deren Wirkung dürfte aber überschaubar bleiben.

Wenn die Schwangere ihr Baby selbst untersucht

Dass man nicht früh genug anfangen kann, das Elterndasein mit Technik zu verbinden, zeigt das donutförmige Gerät Sweetbeat von Miniland Baby. Damit können werdende Mütter das Herzklopfen ihres Babys aufzeichnen und mittels Bluetooth an eine App übertragen. Dort können die Töne später auch als Sounddatei angehört werden. Was für ausgebildete Mediziner sinnvoll sein kann, erscheint für Laien eher sinnlos. Eine kompetente Bewertung der Geräusche jedenfalls ist von dieser Seite nicht zu erwarten. Es ist zwar möglich, die Aufnahmen per App an einen Mediziner weiterzuleiten, doch die meisten Ärzte dürften Besseres zu tun haben, als sich permanent die Herztöne aller werdenden Babys in der Umgebung anzuhören.

Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass hier wieder eine Branche mit großer Macht digitalisierte Produkte verkaufen will. Immer wieder versuchen IT-Unternehmen mit Marktmacht Trends zu erzeugen. Oft geht das schief, wie etwa die Kategorie der Smartwatches zeigt - vor zwei Jahren auf der Ifa der große Trend, hat sich das Segment bislang nur im Bereich der Sportuhren und Fitnesstracker wirklich entwickeln können.

Im Bereich der Kindererziehung könnten die Bemühungen mehr Erfolg haben. Nicht, weil alle Entwicklungen technisch unbedingt notwendig sind, sondern weil die Unternehmen mit den Ängsten und Sorgen oft ohnehin verunsicherter Eltern spielen, um ihre Produkte zu verkaufen. Auch sozialer Druck spielt eine Rolle. Denn wer will schon im Kindergarten zugeben, nicht alles für die Gesundheit des Babys zu tun, wenn andere Eltern über die smarte Socke sprechen. Selbst, wenn der Nutzen vieler Produkte zweifelhaft ist.

 Überwachung im Kinderzimmer
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Garius 25. Sep 2017

Das sind nicht irgendwelche Pädagogen, sondern Menschen die ihr Leben lang in bestimmten...

plutoniumsulfat 24. Sep 2017

Da die Forschung da selbst noch nicht wirklich weiter ist, vermutlich keinen einzigen...

plutoniumsulfat 24. Sep 2017

Was ich für viel wichtiger halte: Dem Kind das Bewusstsein dafür geben, dass das so ist...

plutoniumsulfat 24. Sep 2017

Und was bringts dir dann? Eine diskussionswürdige Position. Dürfte wohl nicht für jeden...

decaflon 23. Sep 2017

Und es kommt noch schlimmer: Man hört sogar, dass in Deutschland die keimfreien Alete...


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