• IT-Karriere:
  • Services:

Untersuchung zum App Store: Apple sieht für alle Anbieter die gleichen Chancen

Apple sieht keine Probleme bei der Untersuchung der niederländischen Regulierungsbehörde rund um den App Store. Die Niederländer prüfen derzeit, ob das Unternehmen seine Marktmacht im App Store missbräuchlich nutzt. Derzeit laufen mehrere Untersuchungen in dieser Richtung gegen Apple.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple gibt sich gelassen.
Apple gibt sich gelassen. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Apple hat sich zu Untersuchungen in den Niederlanden geäußert und sieht keine Gefahr durch die Überprüfung der Regulierungsbehörde. Das Unternehmen teilte CNN in einer Stellungnahme mit, man sei "zuversichtlich", dass die Untersuchung bestätigen werde, "dass alle Entwickler die gleiche Chance haben, im App Store erfolgreich zu sein". In den Niederlanden untersucht die dortige Regulierungsbehörde ACM (Autoriteit Consument & Markt), ob Apple den Wettbewerb auf der iOS-Plattform behindert und Drittanbieter diskriminiert.

Stellenmarkt
  1. Elektrobit Automotive GmbH, Radolfzell
  2. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)

Das Problem: Apple bietet viele Dienste an, die in vergleichbarer Art auch von anderen Firmen angeboten werden. Aber das Unternehmen überwacht streng die Freigabe von Apps und App-Updates im App Store. Dadurch könnten Anwendungen anderer Anbieter benachteiligt und so der Wettbewerb behindert werden. Diesen Vorwurf erheben mehrere App-Anbieter in den Niederlanden. Der ACM-Bericht benennt die Unternehmen nicht, so dass unklar ist, welche Anbieter sich über Apple beschwert haben.

Auf EU-Ebene gibt es aktuell zwei Unternehmen, die Apple eine Ungleichbehandlung im Markt für iOS-Apps vorwerfen. So will Spotify eine EU-Untersuchung gegen Apple anstrengen. Das Unternehmen wirft Apple vor, den Wettbewerb zu behindern. Dabei geht es um das Provisionssystem im App Store, aber auch um den Vorwurf, dass Apple Spotify systematisch von neuen Produkten fernhalte.

Mehrere Beschwerden gegen Apple

Das Provisionssystem zwinge Spotify dazu, die Abopreise anzuheben. Dann sei der Dienst aber nicht mehr gegenüber Apples eigenem Musikstreamingdienst Apple Music konkurrenzfähig. Regulär kosten Spotify und Apple Music jeweils 9,99 Euro im Monat. Wenn Spotify davon einen Anteil an Apple abgeben würde, müsse man den Preis erhöhen, erklärte das Unternehmen. Zudem wirft Spotify Apple vor, dass der Homepod das einzige Ökosystem smarter Lautsprecher sei, für das es keine Spotify-Anbindung geben. Auf diesen Vorwurf hat Apple bisher nicht reagiert. Die EU prüft derzeit, ob eine offizielle Untersuchung gegen Apple eingeleitet wird.

Auch Kaspersky Lab hat Beschwerde gegen Apple eingereicht: Das IT-Sicherheitsunternehmen wirft dem iPhone-Hersteller vor, Regeln im App Store zum eigenen Vorteil geändert zu haben. So habe ein neues Regelwerk dazu geführt, dass Kaspersky Lab eine seit fast drei Jahren im App Store verfügbare App anpassen müsse, damit sie den Anforderungen Apples entspreche. Kaspersky Lab sieht darin eine Ausnutzung der Marktmacht des iPhone-Herstellers.

Apple hält sich nicht an eigene Regeln

Kürzlich hat Apple zum wiederholten Male gegen die eigenen App-Store-Regeln verstoßen - und das gleich doppelt. Der Anbieter hat in den USA seinen neuen Dienst News+ mit Push-Mitteilungen beworben. Die App-Store-Regeln verbieten solche Mitteilungen, und Anbieter anderer Apps haben keine Möglichkeit, das zu umgehen. Außerdem hat Apple in der Push-Mitteilung keinen Preis für das Abo genannt - auch so ein Vorgehen ahndet Apple bei anderen Anbieter streng, nicht aber bei sich selbst.

Dies ist bereits das vierte Mal in den vergangenen Monaten, dass Apple eigene Dienste mittels Push-Mitteilungen bewirbt. Einmal war auch Spotify indirekt davon betroffen, denn Apple hat solche nicht erlaubten Push-Mitteilungen für Apple Music genutzt, um auf diesem Weg weitere Abokunden für seinen eigenen Musikstreamingdienst zu gewinnen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-63%) 14,99€
  2. 5€
  3. 69,99€ (Release am 10. April)
  4. 23,99€

neocron 16. Apr 2019

mir ist noch nicht ganz klar woher damit das Recht auf ein Teil dieses Kuchens kommt...


Folgen Sie uns
       


Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR)

Wir haben den Bereichsvorstand Luftfahrt beim DLR gefragt, was Alternativen zum herkömmlichen Flugzeug so kompliziert macht.

Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR) Video aufrufen
Elektromobilität: Ein Besuch im tschechischen Grünheide
Elektromobilität
Ein Besuch im tschechischen Grünheide

Der Autohersteller Hyundai fertigt einen Teil seiner Kona Elektros jetzt in der EU. Im tschechischen Nošovice rollen pro Jahr bis zu 35.000 Elektroautos vom Band - sollte es keine Corona-bedingten Unterbrechungen geben. Ein Werksbesuch.
Von Dirk Kunde

  1. Crossover-Elektroauto Model Y fährt effizienter als Model 3
  2. Wohnungseigentumsgesetz Regierung beschließt Anspruch auf private Ladestelle
  3. Plugin-Hybride BMW setzt Anreize für höhere Stromerquote

Arduino: Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel
Arduino
Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel

Eine Visitenkarte aus Papier ist langweilig! Der Elektroniker Patrick Schlegel hat eine Platine als Karte - mit kreativen Funktionen.
Von Moritz Tremmel

  1. Thinktiny Mini-Spielekonsole sieht aus wie winziges Thinkpad

IT-Chefs aus Indien: Mehr als nur ein Klischee
IT-Chefs aus Indien
Mehr als nur ein Klischee

In den Vorstandsetagen großer Tech-Unternehmen sind Inder allgegenwärtig. Der Stereotyp des IT-Experten aus Südasien prägt die US-Popkultur. Doch hinter dem Erfolg indischstämmiger Digitalunternehmer steckt viel mehr.
Ein Bericht von Jörg Wimalasena

  1. Jobporträt Softwaretester "Ein gesunder Pessimismus hilft"
  2. Frauen in der IT Software-Entwicklung ist nicht nur Männersache
  3. Virtuelle Zusammenarbeit Wie Online-Meetings nicht zur Zeitverschwendung werden

    •  /