Untersuchung gestartet: Kartellamt prüft Manipulationen bei Nutzerbewertungen

Wie häufig sind Nutzerbewertungen im Internet gefälscht oder manipuliert? Das Bundeskartellamt will Verkaufsplattformen und Bewertungsportale darauf untersuchen.

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Das Kartellamt will untersuchen, wie viele Nutzerbewertungen auf Portalen echt sind.
Das Kartellamt will untersuchen, wie viele Nutzerbewertungen auf Portalen echt sind. (Bild: B Rosen/CC BY-ND 2.0)

Das Bundeskartellamt will mit einer weiteren Sektoruntersuchung gegen Missstände bei kommerziellen Internetangeboten vorgehen. Dabei wollen die Wettbewerbshüter Nutzerbewertungen auf Verkaufsplattformen oder Bewertungsportalen prüfen. "Es gibt Hinweise, dass Nutzerbewertungen nicht selten gefälscht oder manipuliert sind", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am 23. Mai in Bonn. Mit der Sektoruntersuchung solle herausgefunden werden, "welche Bewertungssysteme dafür besonders anfällig sind und inwieweit hier gegebenenfalls Verbraucherrechtsverstöße vorliegen".

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Nach Ansicht Mundts sind Nutzerbewertungen neben dem Preis "das wichtigste Entscheidungskriterium für Verbraucher beim Onlinekauf". Auch bei der Wahl eines Arztes, Handwerkers oder Restaurants vertrauten viele Verbraucher auf Bewertungen anderer Nutzer. Es gebe jedoch Hinweise, dass die Bewertungen in vielen Fällen nicht authentisch seien. So könnten sie von einem Programm generiert worden oder der Bewertende für seinen Beitrag honoriert worden sein, ohne dass dies transparent gemacht werde. "Wenn Verbraucher aufgrund nicht-authentischer Bewertungen zu falschen geschäftlichen Entscheidungen verleitet werden, kann dies einen Verbraucherrechtsverstoß darstellen", hieß es weiter.

Schriftliche und mündliche Fragen

Für die Untersuchung will die Behörde in den kommenden Monaten zahlreiche Anbieter mündlich und schriftlich befragen. Anschließend sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zuletzt hatte das Kartellamt die deutschen Vergleichsportale unter die Lupe genommen. Die Überprüfung bestätigte die Bedenken der Wettbewerbshüter gegen mehrere Praktiken der Anbieter. Seit Dezember 2017 läuft zudem eine Untersuchung zu smarten Fernsehern. Dabei geht es um den Umgang der Hersteller mit den Daten der Nutzer.

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