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Unterseekabel: Meta stoppt 2Africa wegen anhaltender Konflikte

Auch nach dem Ende des Kriegs in der Golfregion dürfte es schwierig bleiben, die Arbeiten an dem Unterseekabel wieder aufzunehmen.
/ Mike Faust
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Das Unterseekabelprojekt 2Africa verläuft entlang der Küste Afrikas. (Bild: Meta)
Das Unterseekabelprojekt 2Africa verläuft entlang der Küste Afrikas. Bild: Meta

Aufgrund des Kriegs am Golf hat Meta einen Teil seines geplanten, 45.000 Kilometer langen Unterseekabelsystems 2Africa gestoppt. Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , verzögert sich das Projekt, weil das französische Staatsunternehmen Alcatel Submarine Networks (ASN), das mit der Verlegung des Glasfaserkabels beauftragt ist, seine Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht fortführen kann .

Ein Großteil der Kabel ist bereits auf dem Meeresboden verlegt, es fehlt aber noch die Anbindung an die Anlandestationen, die in Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Kuwait, Irak, Pakistan, Indien und Saudi-Arabien geplant sind.

Nach seiner Fertigstellung soll 2Africa das weltweit längste Glasfaserkabelsystem der Welt sein und Länder entlang der afrikanischen Küste mit Europa und dem Nahen Osten verbinden. Zwei Abschnitte im Roten Meer und im Persischen Golf sind die letzten noch ausstehenden Bauabschnitte.

Arbeiten bleiben auch nach Kriegsende schwierig

Erst im November mussten die Arbeiten an den Unterseekabeln im Roten Meer wegen Angriffen der Huthi-Milizen und Problemen bei der Genehmigung der Verlegung gestoppt werden. Ebenfalls seit November mussten andere, bereits im Betrieb befindliche Kabel repariert werden, weil sie durch Huthi-Angriffe beschädigt wurden.

Die Konflikte in der Region erschweren auch den Betrieb bestehender Kabel, da Wartungsschiffe nicht in Gegenden operieren können, in denen militärische Auseinandersetzungen stattfinden. Neben gezielten Angriffen wurden Kabel auch bereits durch Anker von Schiffen beschädigt, die von Raketen getroffen wurden.

Da viele vom Iran abgefeuerte Raketen abgefangen werden und in den Persischen Golf stürzen, werden die Arbeiten an dem Kabel auch nach Kriegsende eine Herausforderung bleiben.


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