Schulunterricht: Wirtschaftsminister will Programmieren als Fremdsprache

Vizekanzler Sigmar Gabriel will Programmieren an Schulen aufwerten. Die Qualität der Informatikausbildung in den Schulen geht jedoch seit Jahren zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Informatikausbildung an Schulen wird immer schlechter.
Die Informatikausbildung an Schulen wird immer schlechter. (Bild: Luélia Ribeiro (Lupuca)/CC BY-SA 2.0)

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Programmieren als "zweite Fremdsprache" an Schulen gefordert. "Programmiersprachen gehören zu den Sprachen des 21. Jahrhunderts", sagte der Vizekanzler der Rheinischen Post. Es gebe viele Wege, wie man Kinder und Jugendliche für das Programmieren begeistern könne, der Schulunterricht sei nur einer davon. "Für mich wäre eine der Möglichkeiten, Programmiersprachen als zweite Fremdsprache in Schulen anzubieten."

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Die Informatikausbildung in den Schulen der EU ist allerdings so schlecht, dass dies den Bürgern und der Wirtschaft schadet. Das ergab eine Studie der Informatikfachgesellschaft Association for Computing Machinery (ACM), die im Juni 2013 vorgestellt wurde.

Zwar seien Anfang der 1970er und 1980er Jahre einige Anstrengungen zur Einführung von Inhalten der Informatik in schulische Lehrpläne und universitäre Curricula unternommen worden, mittlerweile hätten in etlichen Ländern diese Bestrebungen jedoch wieder nachgelassen und seien zum Teil sogar rückgängig gemacht worden. Der Hamburger Schulbehördensprecher Peter Albrecht hatte im Mai 2013 erklärt, dass Informatik als Pflichtfach abgeschafft werde. Dem habe Schulsenator Ties Rabe (SPD) zugestimmt.

Eine solche Entwicklung sei jedoch höchst unverantwortlich, denn andere Länder bildeten ihre Schüler in der Informatik bedeutend gründlicher aus, so die ACM-Studie.

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Alle Schülerinnen und Schüler sollen demnach eine informatische Grundbildung erhalten, beginnend spätestens im Alter von 12 Jahren.

Der Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI) Oliver Günther kommentierte: "Aufgrund unnötig langwieriger Diskussionen um Stundentafeln in den Ländern und aus Ignoranz bezüglich der Bedeutung und Zukunftsrelevanz informatischer Bildung auch im Primär- und Sekundärbereich wird am IT-Standort Deutschland der Anschluss verpasst. Wir müssen aufwachen und die Informatik als wichtiges Bildungsgut für Kinder und Jugendliche endlich wirklich fördern."

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plutoniumsulfat 26. Sep 2014

naja, ich war zwar auf dem Gymnasium, aber mit einfachen Kommazahlen kam schon fast...

Onsdag 26. Sep 2014

;) Ehrlich? Politische Motive hinter 2000 Jahren von kirchlichen Dogmen, Bullen, Edikten...

velo 26. Sep 2014

Ich fürchte, dass der Unterricht erst mal so aussieht: "Das ist ein Smartphone, Das ist...

rofl022 26. Sep 2014

"Gabriel.h" #include "Lobbyisten.h"

plutoniumsulfat 26. Sep 2014

Stimmt, Abitur bekommt heute mittlerweile jeder Trottel. Allerdings...hatte man früher...



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