Zusammenarbeit mit zwielichtigen Vermittlern
Im Juni 2025 wurde zudem bekannt, dass Finest Future in China mit zwielichtigen Vermittlern zusammenarbeitete, die von interessierten Eltern hohe Gebühren verlangten(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen reagierte schnell und trennte sich von diesen Agenturen und Vermittlern.
Auch eine weitere Idee von Vesterbacka wird in Finnland eher kritisch betrachtet. Um sie zu promoten, hatte sich der 2011 vom Time Magazine auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählte Unternehmer sogar einen neuen Kapuzenpulli zugelegt: Rechts und links auf der Brust stehen die Schriftzüge Fin und Est, die das Tunnelprojekt zwischen Helsinki und Tallinn symbolisieren sollen.
Im Mai 2016 offiziell vorgestellt, sollen zwei parallele Tunnelröhren die beiden Städte verbinden. Mit einer Gesamtlänge von 103 Kilometern würde der längste Unterwassertunnel der Welt entstehen. Hochgeschwindigkeitszüge sollen dafür sorgen, dass die Fahrzeit nur 20 Minuten beträgt, bislang brauchen Fähren für die Strecke zwei Stunden.
Unterirdisch in 20 Minuten von Helsinki nach Tallinn
Eigens errichtete künstliche Inseln in der Ostsee sind für die Belüftung des Tunnels vorgesehen, dort soll außerdem Wohnraum für rund 50.000 Menschen entstehen. Die für das Projekt gegründete Entwicklungsgesellschaft Fineast Bay Area Development hatte ursprünglich angekündigt, den Tunnel zu Weinachten 2024 eröffnen zu wollen, bislang fehlen allerdings die Genehmigungen für den Bau.
Finanziers hatte Vesterbacka dagegen schon 2019 gefunden, maßgeblich wollte sich das chinesische Unternehmen Touchstone Capital Partners beteiligen. Estland hat jedoch ein Veto gegen den Kapitalgeber eingelegt, vor allem das Wirtschaftsministerium hat Sicherheitsbedenken, da China mit Russland verbündet ist und man kritische Infrastruktur vor dessen Einfluss schützen möchte.
Auf der finnischen Seite reagiert man dagegen bislang zurückhaltender, betont aber, dass ein solches Projekt nur mit Zustimmung der EU realisiert werden könne. Allerdings existiert mit Finest Link bereits ein staatliches Projekt, das einige Monate vor Vesterbackas Ankündigung im Januar 2016 getartet war. Es soll zu 40 Prozent aus EU-Mitteln finanziert und 2040 fertig werden.
Das sind nur drei Beispiele von vielen, sie zeigen aber, wie unterschiedlich es in der Welt der erfolgreichen Tech-Entrepreneure zugeht. Und vielleicht gibt es demnächst hier auch eine Übersicht über coole Tech-Sistas.